BVB angelt sich Hajnal
23. Jan 2008 12:24, ergänzt 15:34
 |  Tamas Hajnal | Foto: dpa |
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Der KSC muss mit Tamas Hajnal schon wieder einen Leistungsträger nach Dortmund ziehen lassen. «Mich reizt die sportliche Herausforderung bei einem großen Verein», erklärte der Ungar.
Aufsteiger Karlsruher SC hat das Ringen um Tamas Hajnal verloren. Der ungarische Nationalspieler wechselt trotz eines bis 2010 laufenden Vertrags zur kommenden Saison zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Hajnal habe KSC-Trainer Ede Becker «nach dem Testspiel beim SSV Reutlingen über seinen Wechsel in Kenntnis gesetzt hat». Das sagte KSC-Manager Rolf Dohmen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Entscheidung ist Hajnal «nicht leicht gefallen»
Aufgrund einer Ausstiegsklausel kann die Borussia ihren Wunschspieler Hajnal für eine Ablösesumme von 1,25 Millionen Euro verpflichten. «Wir freuen uns, dass wir ihn verpflichten konnten», sagte der Dortmunder Sportmanager Michael Zorc gegenüber der dpa. «Wir glauben, dass er unser Offensivspiel deutlich beleben wird», so Zorc. Die Entscheidung sei ihm «nicht leicht gefallen», aber ihn reize «die sportliche Herausforderung bei einem großen Verein», äußerte sich der Ungar auf der Internet-Seite des KSC. «Für mich war es sehr wichtig, dass ich diese Entscheidung nicht zu lange mit mir herumtrage. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den KSC konzentrieren.»
«Man hat Verständnis für meine Situation»
Noch am Dienstag hatte Dohmen nach eigenen Angaben versucht, bei einem Treffen mit Hajnal-Berater Marc Wilmots den 1,65 Meter großen Spielmacher mit einem verbesserten Angebot von einem Verbleib beim badischen Aufsteiger zu überzeugen. «Wir sind bis an die Grenzen des Machbaren gegangen», erklärte der KSC-Manager.Der in der Bundesliga-Vorrunde mit starken Auftritten beeindruckende Hajnal erklärte weiter, die KSC-Verantwortlichen seien nun natürlich enttäuscht. «Aber man hat auch Verständnis für mich und meine Situation. Das bestätigt, wie ich den Verein bisher erlebt habe - und das will ich bis zum Sommer zurückzahlen.»
Der Fluch des Erfolges
Der frühere Schalke-Profi war erst im vergangenen Sommer für eine Ablöse von 450.000 Euro vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern in den Wildpark gewechselt. Ende Dezember hatte Borussia-Manager Michael Zorc den KSC darüber informiert, dass die Westfalen mit Hajnal Gespräche führen wollen.Der Ausverkauf von Leistungsträgern könnte sich angesichts der überzeugenden Hinrunde des Aufsteigers aus Baden noch fortsetzen. Neben Hajnal haben beim Tabellensechsten auch die Innenverteidiger Maik Franz und Mario Eggimann sowie Stammtorwart Markus Miller Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen. Am Ende der letzten Saison war bereits Giovanni Frederico, dem damals besten Torschützen des KSC, zu Borussia Dortmund gewechselt. (nz/dpa)