Spieler bedauern Hitzfeld-Abgang
08. Jan 2008 15:48
 |  Trainer Ottmar Hitzfeld findet bei seinen Spielern Gehör | Foto: AP |
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Die Fußballer des FC Bayern München sehen den Abschied von Trainer Ottmar Hitzfeld zum Saisonende als besondere Motivation. Aber auch persönliche Ziele spielen im neuen Jahr eine Rolle.
Die Nachricht von Ottmar Hitzfelds Abschied hat auch die Fußball-Profis des FC Bayern München im Weihnachtsurlaub überrascht, sie soll den Bundesliga-Herbstmeister aber keinesfalls vom eingeschlagenen Titelkurs abbringen. Nationalspieler Bastian Schweinsteiger sprach am Dienstag nach dem Training sogar von einer zusätzlichen Motivation, jetzt erst recht erfolgreich zu sein. «Es spornt an, wenn man weiß, dass der Trainer am Saisonende weg ist. Ottmar Hitzfeld hat es verdient, einen schönen Abschied zu haben.» Auch Nationalstürmer Miroslav Klose will dem Coach unbedingt «einen schönen Abgang mit dem einen oder anderen Titel» bereiten.
«Wir sitzen alle in einem Boot»
Schweinsteiger bedauert den Weggang des 58-jährigen Hitzfeld. «Es ist schade, dass der Trainer aufhört. Er passt gut zum FC Bayern. Er hat eine tolle Bilanz aufzuweisen», betonte der Mittelfeldspieler. Klose sieht keine Problem in dem Umstand, dass das Ausscheiden des Trainers bereits so frühzeitig feststeht: «Wir sitzen alle in einem Boot», meinte er.An der Nachfolgediskussion wollten sich beide Bayern-Profis in der Öffentlichkeit nicht beteiligen. So verweigerte etwa Klose jeglichen Kommentar auf die Frage, ob der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann zum FC Bayern passen könnte. «Es ist nicht unsere Aufgabe, darüber zu reden. Das ist Aufgabe von Management und Vereinsführung», wehrte Schweinsteiger Nachfragen ab.
«Mit der Hinserie nicht ganz zufrieden»
Während der Mittelfeldspieler sich nach einem «insgesamt nicht idealen Jahr 2007» nur sehr zurückhaltend über seine persönlichen Ziele für das EM-Jahr äußern mochte («Es wäre natürlich besser, wenn ich jedes Spiel 90 Minuten spielen würde»), erwartet Klose von sich 2008 eine Steigerung. «Ich bin ein Perfektionist und mit der Hinserie nicht ganz zufrieden», sagte der Neuzugang vom SV Werder Bremen, der mit neun Treffern die Bundesliga-Torschützenliste gemeinsam mit seinem Sturmpartner Luca Toni sowie Diego (Werder Bremen) und Rafael van der Vaart (Hamburger SV) anführt.
Seine Formkurve sei im Verlauf der Hinrunde ebenso wie bei der gesamten Mannschaft abgefallen, räumte Klose ehrlich ein. Das müsse sich «schleunigst ändern». Der 29-Jährige, der im ersten Jahr beim FC Bayern endlich seinen ersten Titel mit einem Verein gewinnen will, zeigte sich überzeugt davon, dass der FC Bayern nach der Winterpause wieder zur Gala-Form der ersten Saisonwochen zurückfinden wird. «Wir sind alle erholt nach dem Urlaub. Wir müssen wieder an unser Kombinationsspiel anknüpfen, wieder an den Spaß wie am Anfang.»
«Alle Trümpfe in der Hand»
Man habe im Sommer auf einem «sehr hohen Level» begonnen, bemerkte Schweinsteiger. Da sei ein Einbruch im Saisonverlauf nur «menschlich». Aber der FC Bayern habe in Bundesliga, Uefa-Cup und DFB-Pokal noch «alle Trümpfe in der Hand». Klose erwartet in der Meisterschaft keinen Zweikampf zwischen Bayern und seinem Ex-Club Werder Bremen (beide 36 Punkte). «Da spielen noch ein, zwei Mannschaft um den Titel mit», meinte er mit Blick auf die Verfolger Hamburger SV (32 Zähler) und Bayer Leverkusen (30). (dpa)