17. Dez 2007 12:17, ergänzt 12:18
Viel zu lange hat die DFL-Führung die Auslandsvermarktung der Fußball-Bundesliga schleifen lassen. Das soll sich in Zukunft ändern.
Knapp 20 Millionen Euro kassierte die Liga vergangene Saison aus der Auslandsvermarktung. Im Vergleich zur englischen Premiere League, die durch einen neuen Vertrag 230 Millionen Euro jährlich erlöst, ist die Bundesliga ein Zwerg - und wird es auf absehbare Zeit bleiben. Doch die DFL will gegenüber Italienern und Spaniern aufholen, die jeweils rund 100 Millionen kassieren. «Jeder Prozentpunkt, den wir Serie A oder Primera Division abnehmen, ist ein materieller Zuwachs», erklärte Daubitzer: «Es ist ein Verdrängungswettbewerb.» Die weltweit zu erzielende Gesamtsumme von rund 460 Millionen Euro wird nach Einschätzung der DFL in den kommenden Jahren nicht steigen.Erstmals organisiert die DFL nun einen Asientrip: Energie Cottbus trifft am Dienstag auf die Nationalmannschaft und am Donnerstag auf die Olympia-Auswahl von China, Borussia Dortmund spielt am Mittwoch in Jakarta gegen die indonesische Nationalmannschaft. «Cottbus ist keine Notlösung», betonte Daubitzer. Vielmehr sei das Energie-Team ein Wunsch der Chinesen gewesen, weil in Cottbus der Nationalspieler Jiayi Shao unter Vertrag steht. Während die Energie- und BVB-Spiele von der DFL organisiert wurden, unternimmt Bielefeld die China-Reise aufgrund einer Eigeninitiative und trifft am Dienstag auf Hubei Wuhan Zihye FC und zwei Tage später auf FC Shenhua.