netzeitung.deZukunftsplanung auf Schalke

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Kleider machen Leute: Schalkes Manager Andreas Müller (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kleider machen Leute: Schalkes Manager Andreas Müller
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Manager Andreas Müller bleibt in Sachen Neuverpflichtungen gelassen, noch kann der Ruhrgebietsverein seine Saisonziele erreichen. Diskutiert wird über Profis, deren Verträge auslaufen.

Vorgezogenes Saisonfazit bei Schalke 04: Manager Andreas Müller ist nur bedingt zufrieden mit bisher Erreichten und dem Auftreten des von ihm zusammengestellten Kaders. Auch und gerade deswegen hat Müller «ehrliche Gespräche» mit den Profis angekündigt, deren Verträge im nächsten Sommer auslaufen. «Im Januar bekommen die Spieler von uns ganz klar Bescheid, wie wir planen. Ich habe mit fast allen schon gesprochen. Aber Verhandlungen wird es jetzt nicht geben. Dafür haben wir in der Winterpause genug Zeit», sagte der ehemalige Profi in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Das betrifft Gerald Asamoah, die Uruguayer Dario Rodriguez und Gustavo Varela sowie Zlatan Bajramovic, die bis zum Sommer des kommenden Jahres bei den Gelsenkirchenern unter Vertrag stehen. Ein Signal, dass einer dieser Spieler den Klub verlassen wolle, habe er nicht bekommen, betonte Müller. Doch vor allem über den Verbleib von Publikumsliebling Asamoah, dem dienstältesten Schalker Profi, wurde in den letzten Wochen öffentlich spekuliert.

Asamoahs Entscheidung
Auch für Müller ist «Asa» ein Sonderfall. «Ich habe mich mit Gerald kürzlich etwas 30 Minuten ausgetauscht. Ich habe ihm gesagt, wie wir es sehen. Er hat mir seinen Standpunkt erklärt. Wir wissen, was wir an ihm haben. Er weiß, was er an Schalke hat. So ist die Lage.» Einerseits sei der 29 Jahre alte Nationalstürmer eine «Identifikationsfigur». Andererseits macht Müller keinen Hehl daraus, dass es Asamoah in dem angestrebten modernen und schnellen Spielsystem künftig schwer haben wird. «Es ist klar, dass wir unsere Spielweise umstellen. Gerald muss auch abwägen», meinte Müller vielsagend. Eine Stammplatzgarantie wird ihm Trainer Mirko Slomka nicht geben. Tendenz: Die Zeichen stehen eher auf Trennung. Asamoahs ehemaliger Verein Hannover 96 bekundete schon Interesse.

Der eine geht vielleicht, der andere ist im Anmarsch. Ob Albert Streit schon zur Rückrunde kommt oder erst im Juli, ist weiter offen. Mit Frankfurts Vorsitzendem Heribert Bruchhagen hat Müller das Thema angeschnitten. «Ich will keinen Druck ausüben, sondern warte nun auf ein Signal. Wenn die Bereitschaft da ist, ihn im Winter gehen zu lassen, kann man reden. Aber es hängt ja auch von der Situation der Eintracht ab. Kommt Streit jetzt nicht, dann eben im Sommer.»

Verhandlungen mit Zé Roberto
Keineswegs perfekt ist die Verpflichtung von Zé Roberto. «Wir sind dran, viele Details sind geklärt. Aber solange nichts unterschrieben ist, ist nichts klar», sagte Müller zum Stand der Verhandlungen mit dem 26 Jahre alte Offensivspieler von Botafogo. Man habe aber mit dem Verein «konkrete Vereinbarungen» für den Fall getroffen, dass man mit dem Profi einig wird. Müller hofft, dass der Brasilianer bald zum Medizin-Check kommt und Nägel mit Köpfen gemacht werden können. Ungeachtet dessen könnte der 44-Jährige aber auch damit leben, im Winter überhaupt keinen Spieler zu holen.

Drei Wochen vor Ende der Hinrunde fällt Müllers sportliche Bilanz gemischt aus. Im DFB-Pokal habe man mit dem Überwintern das «Minimalziel» erreicht, in der Champions League laufe man dem verpatztem Start hinterher, und die Ergebnisse in der Bundesliga seien unbefriedigend. Gleichwohl beeindruckt ihn die Leistungsbereitschaft der Elf. Der Neun-Punkte-Rückstand zur Spitze bereitet ihm nur bedingt Sorgen. «Da ist nichts verloren, aber durch die vielen Remis haben wir uns in Zugzwang gebracht.» Wichtiger aber sei, dass das Team sich weiterentwickelt, lerne, «in kritischen Situationen geduldig zu bleiben, effektiver und schlauer» zu spielen. «Wenn wir konstanter werden, kommen die Ergebnisse von alleine.» (dpa)