Überhaupt Hajnal: Der kleine Regisseur hatte nur 48 Stunden vorher noch für Ungarn gespielt, zeigte aber wie seine Kollegen Powerfußball. Dass er vergangene Woche zu Ungarns «Fußballer des Jahres» gewählt worden ist, schien dem Ex-Kaiserlauterer zusätzlich Beine gemacht zu haben. «Die Erfolgserlebnisse beflügeln eben wahnsinnig», erklärte Becker und lehnte sich lächelnd zurück: «Es gibt nichts Schöneres als ein Freitagsspiel zu haben und das zu gewinnen. Dann hat man ein richtig angenehmes Wochenende vor sich.» Sein Kollege Lucien Favre hat hingegen richtig viel Arbeit vor sich. «Wir haben schon einige Punkte unnötig liegengelassen», räumte Hoeneß ein. «Wir sind im Umbruch und brauchen noch Zeit. Als wir mal für einen Tag Tabellenführer waren, da habe ich ja schon gesagt, dass das nicht unser wahres Leistungsvermögen widerspiegelt.» Das Fehlen von Mineiro und Gilberto, die erst am Freitag vom Länderspiel in Brasilien zurückgekehrt waren, wollten weder Hoeneß noch Favre als Entschuldigung geltenlassen. Während bei den beiden Verantwortlichen weitgehend Ratlosigkeit herrschte, machte Abwehrspieler Malik Fathi einen ebenso pragmatischen wie praktischen Vorschlag: «Wir müssen in den nächsten Begegnungen versuchen, über die Zweikämpfe ins Spiel zu kommen.» (dpa)