Karlsruhe bleibt oben dran
Die seit sechs Liga-Spielen ungegeschlagenen Karlsruher liegen nach dem 12. Spieltag immerhin fünf Zähler vor den deutlich höher eingeschätzten Teams von Schalke 04 und Bayer Leverkusen. Die in den vergangenen acht Spielen nun sieben Mal bezwungenen Duisburger stecken mit neun Punkten als 17. weiter tief im Tabellenkeller.
Noch geruhsamer hatte es Karlsruhes neuer Schlussmann Jean- Francois Kornetzky, der bei seinem ersten Ligaeinsatz für den verletzten Markus Miller von der erschreckend harmlosen MSV-Offensive zunächst gar nicht gefordert wurde. Auch der für die letzte Viertelstunde eingewechselte Ailton beschwor keine Gefahr mehr herauf.
Der KSC setzte auf seine erfolgreich praktizierten Tugenden: Mit Kampf und Wille allein war den Duisburgern aber zunächst kein Schaden zuzufügen. Die 27.714 Zuschauer im Wildparkstadion sahen somit eine Partie auf äußerst mäßigem Niveau. Bezeichnenderweise wurde der Bann durch einen Standardsituation gebrochen. Einen Freistoß von Hajnal köpfte Kapitän Eggimann zu seinem dritten Saisontor ins MSV-Gehäuse. Den letzten KSC-Treffer hatte Christian Timm am 6. Oktober beim 2:0 auf Schalke erzielt. Nach dem Führungstor hätten die Hausherren für eine beruhigende Halbzeitführung sorgen können, doch Massimilian Porcello (33.) zog einen Schuss am Tor vorbei und Kapllani (39.) verstolperte in aussichtsreicher Position den Ball.
In der zweiten Halbzeit gaben die Duisburger ihre strikte Defensivhaltung notgedrungen auf. Die Karlsruher beschränkten sich ihrerseits darauf, dass Ergebnis zu verwalten. Manasseh Ishiaku, der nach auskurierter Zerrung vor der Einwechslung von Ailton und Markus Daun als einzige Duisburger Spitze agierte, boten sich zwei große Chancen (50./75.) zum Ausgleich. Auf der Gegenseite hätte Kapllani (71.) schon nach einem Konter über Timm alles klar machen können. Später scheiterte er auch noch per Strafstoß. (dpa)

