netzeitung.deKarlsruhe bleibt oben dran

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KSC-Coach Edmund Becker (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe KSC-Coach Edmund Becker
Foto: dpa
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Der Karlsruher SC lässt in der Fußball-Bundesliga nicht locker. Ausgerechnet der Abwehrchef beendete mit seinem Kopfballtreffer die längere Torflaute.

Mit bemerkenswertem Kampfgeist und Elan hat der Karlsruher SC seinen Eroberungszug in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Die Badener gewannen das Duell der Aufsteiger gegen den MSV Duisburg am Sonntagabend mit 1:0 (1:0). Abwehrchef Mario Eggimann beendet mit seinem Kopfballtreffer (29. Minute) nach drei Nullnummern und 305 Minuten die Torflaute und verhalf seinem Team zum erneuten Sprung auf den vierten Tabellenplatz. Stürmer Edmond Kapllani scheiterte in der 87. Minute noch mit einem Foulelfmeter an MSV- Torwart Tom Starke. Duisburgs Björn Schlicke hatte den Strafstoß verschuldet und sah für sein Foul an Tamas Hajnal die Rote Karte.

Die seit sechs Liga-Spielen ungegeschlagenen Karlsruher liegen nach dem 12. Spieltag immerhin fünf Zähler vor den deutlich höher eingeschätzten Teams von Schalke 04 und Bayer Leverkusen. Die in den vergangenen acht Spielen nun sieben Mal bezwungenen Duisburger stecken mit neun Punkten als 17. weiter tief im Tabellenkeller.

Weltmeister feiert Debüt
Abwehrmann Roque Junior feierte sein Debüt im Duisburg-Dress. Beim Bundesliga-Comeback nach zehn Monaten zeigte der brasilianische Weltmeister von 2002 und frühere Leverkusener eine ansprechende Leistung, wurde aber von der Karlsruher Offensive auch nicht übermäig gefordert. Der KSC setzte trotz der Torflaute und dem Ausscheiden im DFB-Pokal weiter auf Edmond Kapllani als einzige Spitze, doch der Albaner präsentierte sich nicht nur bei seinem Elfmeter-Fehlschuss in unzureichender Verfassung.

Noch geruhsamer hatte es Karlsruhes neuer Schlussmann Jean- Francois Kornetzky, der bei seinem ersten Ligaeinsatz für den verletzten Markus Miller von der erschreckend harmlosen MSV-Offensive zunächst gar nicht gefordert wurde. Auch der für die letzte Viertelstunde eingewechselte Ailton beschwor keine Gefahr mehr herauf.

Der KSC setzte auf seine erfolgreich praktizierten Tugenden: Mit Kampf und Wille allein war den Duisburgern aber zunächst kein Schaden zuzufügen. Die 27.714 Zuschauer im Wildparkstadion sahen somit eine Partie auf äußerst mäßigem Niveau. Bezeichnenderweise wurde der Bann durch einen Standardsituation gebrochen. Einen Freistoß von Hajnal köpfte Kapitän Eggimann zu seinem dritten Saisontor ins MSV-Gehäuse. Den letzten KSC-Treffer hatte Christian Timm am 6. Oktober beim 2:0 auf Schalke erzielt. Nach dem Führungstor hätten die Hausherren für eine beruhigende Halbzeitführung sorgen können, doch Massimilian Porcello (33.) zog einen Schuss am Tor vorbei und Kapllani (39.) verstolperte in aussichtsreicher Position den Ball.

In der zweiten Halbzeit gaben die Duisburger ihre strikte Defensivhaltung notgedrungen auf. Die Karlsruher beschränkten sich ihrerseits darauf, dass Ergebnis zu verwalten. Manasseh Ishiaku, der nach auskurierter Zerrung vor der Einwechslung von Ailton und Markus Daun als einzige Duisburger Spitze agierte, boten sich zwei große Chancen (50./75.) zum Ausgleich. Auf der Gegenseite hätte Kapllani (71.) schon nach einem Konter über Timm alles klar machen können. Später scheiterte er auch noch per Strafstoß. (dpa)