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Titelträger unter sich

02. Nov 2007 16:28, ergänzt 16:33
Das waren noch Zeiten: Meyer (l.) und Veh in Feierlaune Foto: dpa
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Vor der Partie des 1. FC Nürnberg gegen Stuttgart ist von errungenen Titeln keine Rede mehr. Beim HSV dagegen gibt man sich vor dem Heimspiel gegen Hertha optimistisch, bei den Bayern erwartet man prominente Rückkehrer.

Die Titelträger der Vorsaison treffen sich zum Krisengipfel. Nur gut fünf Monate nach den Triumphen der Vorsaison geht es in der Neuauflage des Pokalfinales zwischen dem Pokalsieger 1. FC Nürnberg und dem Meister VfB Stuttgart am 12. Spieltag bereits ums nackte Überleben. Der Club steht nur einen Rang vor den Abstiegsplätzen und versagte am Mittwoch in Jena im DFB-Pokal. Der VfB belegt Platz zwölf und konnte sich gegen Paderborn erst in der Schlussphase der Verlängerung für das Achtelfinale qualifizieren.

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  • «Vielleicht holen wir auch mal mit etwas Krampf einen Sieg. Um etwas anderes geht es momentan nicht», sagte Nürnbergs Trainer Hans Meyer, der am Samstag 65 Jahre alt wird. Der Jubilar hofft auf die verheerende Auswärtsschwäche des Meisters. Als einziges Bundesliga-Team sind die Schwaben auf fremden Plätzen bislang noch ohne Punkt. Zudem ist Nürnberg der Angstgegner des VfB. Drei Mal trat Stuttgart in der Vorsaison gegen die Franken an und zog immer den Kürzeren.

    Schäfer zurück in Nürnberg

    Ein Grund für die Misserfolge der vergangenen Wochen sind bei beiden Clubs die vielen Verletzten. «Wir haben die bekannten Probleme, da kann ich bis Weihnachten eine Platte bequatschen», sagte Meyer, der mit Javier Pinola, Robert Vittek zwei Leistungsträger des vergangenen Jahres ersetzen muss. Zudem fehlt Angelos Charisteas. Meyers Kollege Armin Veh kann immerhin wieder auf die zuletzt schmerzlich vermissten Matthieu Delpierre und Thomas Hitzlsperger bauen. Für VfB-Keeper Raphael Schäfer wird die Reise ins Frankenland ein Ausflug in eine erfolgreichere Vergangenheit. Im Mai reckte er mit seinen alten Club-Kameraden noch den DFB-Pokal in die Höhe, in Stuttgart ist Schäfer bislang noch nicht richtig angekommen.

    Die Champions-League hat der VfB bereits abgehakt, Werder Bremen will sich dagegen gegen Hansa Rostock für das wichtige Duell bei Lazio Rom am Dienstag warm schießen. Verzichten muss Werder-Coach Thomas Schaaf auf Boubacar Sanogo und Torsten Frings, der nach seinem Comeback nach schwerer Knieverletzung wieder einen Rückschlag erlitten hat und bis auf weiteres ausfällt. «Ein Ausfall, der richtig wehtut», kommentierte Schaaf die Hiobsbotschaft. Ivan Klasnic muss nach seinem emotionalen Pokal-Comeback für die Werder-Amateure noch auf die Profi-Rückkehr warten. Auch bei den Gästen gibt es eine fast unendliche Leidensgeschichte. Der gerade erst genesene Stefan Beinlich fällt schon wieder mit einem Muskelfaserriss aus.

    Bayern wieder mit Ribéry

    Die Pokalversager von Hertha BSC Berlin müssen sich ausgerechnet beim wieder erstarkten Hamburger SV rehabilitieren. Nach dem 0:2 beim Regionalligisten Wuppertal hofft Hertha-Trainer Lucien Favre einen Tag nach seinem 50. Geburtstag auf die Offensivkräfte Gilberto und Marco Pantelic, die zuletzt fehlten. Beim Tabellenzweiten ist Kapitän Rafael van der Vaart zurück. Der niederländische Superstar will seinen Vereinsrekord ausbauen und auch bei seinem neunten Einsatz in Serie ein Tor für den HSV schießen. Mit einem Sieg würden die Hamburger Tabellenführer Bayern München weiter auf den Fersen bleiben.

    Der Rekordmeister kann gegen Eintracht Frankfurt und das erwartete «Abwehrbollwerk» wieder auf Frank Ribéry und voraussichtlich Oliver Kahn vertrauen. «Für so ein Spiel ist gerade ein Mann wie Ribéry wichtig», sagte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld. Kahn fiel zuletzt nach seiner Ellbogen-OP für vier Bundesligaspiele aus. Bei der Eintracht fehlt Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos wegen einer Gelbsperre. Trotzdem ist Trainer Friedhelm Funkel vor dem Gang zum bislang unbezwungenen Meisterschaftsfavoriten nicht Bange. «Irgendwann verlieren die Bayern. Vielleicht gegen uns», sagte der Gäste-Coach vollmundig.

    Kehl beim BVB im Kader

    Bayer Leverkusen steht nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Ligapartien wie Gegner Arminia Bielefeld unter Zugzwang. Die Ostwestfalen warten sogar seit sechs Spielen auf einen Sieg. Borussia Dortmund reist nach drei Partien ohne Niederlage mit Rückenwind und Sebastian Kehl zu Hannover 96. Der Mittelfeldspieler steht kurz vor seinem ersten Liga-Spiel seit dem 12. August. «Ein Einsatz von Beginn an kommt aber noch zu früh», schränkte BVB-Trainer Thomas Doll ein. (dpa)

     
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