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Dieter Hoeneß fordert Wiedergutmachung

01. Nov 2007 14:55, ergänzt 15:00
Simunic (l.) darf in der Bundesliga wieder ran
Foto: dpa
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Nach dem unrühmlichen Aus im DFB-Pokal will Hertha BSC sich in der Bundesliga rehabilitieren. Das Team von Geburtstagskind Lucien Favre muss allerdings bei einem übermächtig scheinenden Gegner antreten.

Dieter Hoeneß fordert Wiedergutmachung, Torjäger Marko Pantelic ist wieder fit und für den mehrfachen Rot-Sünder Josip Simunic gibt es professionelle Hilfe: Das Krisen-Management bei Hertha BSC läuft vor dem Bundesligaspiel beim Hamburger SV auf Hochtouren. «Nach so einem Erlebnis wie in Wuppertal ist es gut, dass man vier Tage später den Eindruck zumindest teilweise wieder wegwischen kann», erklärte Manager Hoeneß am Donnerstag und ergänzte: «Das kann man nur mit guten Leistungen in der Liga wieder grade rücken.»

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  • Trainer Lucien Favre, der für seinen 50. Geburtstag am Freitag keinen Grund zu großen Feiern sieht («Glückwunsch - fertig»), will sich nach dem blamablen 0:2 beim Regionalligisten WSV im Pokal nur noch mit der sportlichen Zukunft beschäftigen: «Jetzt müssen wir uns leider auf die Meisterschaft konzentrieren. Hamburg ist im Moment sehr gut, aber alles ist drin beim HSV», verkündete der Schweizer optimistisch. Allerdings enthält die Wundertüte Hertha derzeit auch jede Menge Nieten und angefaulte Äpfel, wie Hoeneß spätestens seit Wuppertal weiß.

    «Deppen der Nation»

    «Es schleichen sich ein paar Dinge ein», sagte der Manager und meinte nicht nur den erneuten Platzverweis von Josip Simunic, der in acht Monaten nun schon vier Mal Rot oder Gelb-Rot sah. Auch der theatralische Abgang von Solomon Okoronkwo missfiel Hoeneß: «Da fragt man sich manchmal, was geht da im Kopf vor? Man muss immer wieder klar machen, es geht nicht um den Einzelnen, sondern um den Verein.»

    Nicht zum ersten Mal standen die Berliner und damit auch Hoeneß als «Deppen der Nation» da, wie selbst der Manager nach dem vierten Pokal-K.o. gegen einen Drittligisten seit 2002 gestand. Doch die sportliche Leitung will jetzt nicht mit Geldstrafen oder anderen Konsequenzen den Druck auf das ohnehin verunsicherte Personal noch weiter erhöhen. «Ich bin nicht nachtragend», sagte Favre, der in Hamburg den arg kritisierten Simunic wieder aufbieten will.

    Mit Simunic und Pantelic

    Nach einer Entschuldigung an Team, Trainer und Fans («Es war saudumm») will der Kroate nun auch wieder professionelle Hilfe bei der Bewältigung von Stress-Situationen in Anspruch nehmen. Simunic hatte schon einmal mit einem Mentaltrainer zusammengearbeitet. «Das ist der richtige Ansatz und er ist bereit dazu», sagte Hoeneß.

    Hoffnung verbindet sich zudem mit der Rückkehr von Torjäger Marko Pantelic, der bei der 0:2-Pokalpleite wegen einer Oberschenkel- Blessur gefehlt hatte. «Er hat mit dem Reha-Trainer gearbeitet. Ich denke, das geht okay», sagte Trainer Favre. Der Einsatz des brasilianischen Nationalspielers Gilberto, der an einer Wadenverletzung leidet, entscheidet sich erst am Tag vor dem Spiel in Hamburg. Andreas Schmidt leidet zudem an einem Infekt. (dpa)

     
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