Schalker und Bremer verlieren an Boden
Der Uruguayer Carlos Grossmüller hatte die Königsblauen mit einem direkt verwandelten Freistoß bereits in der 14. Minuten in Führung gebracht. Für den Tabellenzweiten aus Norddeutschland konnte der Brasilianer Naldo (34.) noch vor der Pause ausgleichen. Zwar büßten beide Mannschaften im Titelrennen der Fußball-Bundesliga weiteren Boden ein, konnten ihre Anwartschaft auf einen internationalen Starplatz jedoch untermauern.
«Für beide Mannschaften war heute der Sieg drin. Beide haben sich große Chancen erarbeitet. Was mich persönlich ärgert ist, dass wir das Spiel nach dem 1:0 etwas aus der Hand gegeben haben und von Bremen zurückgedrängt wurden», sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka, der mit dem Ergebnis und der Leistung seiner Elf jedoch genauso gut leben konnte wie sein Bremer Kollege Thomas Schaaf. «Es war ein offenes Spiel, in dem jede Mannschaft bis zum Schluss alles versucht hat. Beide haben den Weg nach vorn gesucht, um das entscheidende Tor zu schießen», sagte der Werder-Coach.
Es dauerte eine Weile, bis die Norddeutschen besser ins Spiel fanden, doch große Torchancen konnten sie sich zunächst nicht erarbeiten. Fast folgerichtig fiel auch der Ausgleich durch eine Standardsituation. Einen Freistoß von Dusko Tosic drückte der völlig freistehende Naldo per Kopf über die Linie. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Nationalspieler Torsten Frings aus halbrechter Position sogar die Chance zur Führung, doch sein Schuss verfehlte das Ziel knapp.
Nach dem Wechsel erspielten sich beide Mannschaften in der temporeichen und gutklassigen Partie noch mehr Chancen, auch weil im Mittelfeld nicht mehr so aggressiv zu Werke gegangen wurde. Zunächst erspielten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht, konnten die Möglichkeiten durch Frings (54.), Boubacar Sanogo (61.) und zwei Mal Hugo Almeida (68.) jedoch nicht nutzen. Der zuletzt in die Kritik geratene Schalke-Torwart Manuel Neuer bot diesmal eine fehlerfreie Partie, hatte jedoch Glück, dass Sanogo in der 76. Minute das leere Tor verfehlte. Auch die Schalker Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen, als Nationalspieler Per Mertesacker eine Hereingabe von Rafinha an den eigenen Pfosten lenkte (69.). Nur Sekunden später verzog der starke Jermaine Jones nur knapp. So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden der beiden Spitzenklubs. (dpa)

