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KSC düpiert Cupsieger Nürnberg

12. Aug 2007 19:02, ergänzt 19:25
Hans Meyer
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Aufsteiger Karlsruher SC hat sich mit einem Paukenschlag in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Dank eines Doppelpacks von Tamas Hajnal.

Aufsteiger Karlsruher SC hat sich mit einem Paukenschlag in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet und Pokalsieger 1. FC Nürnberg den Saison-Auftakt mächtig verdorben. Neun Jahre nach dem letzten Auftritt in der Elite-Liga kamen die Badener am Sonntag dank eines Doppelpacks von Tamas Hajnal in der 44. und 74. Minute zu einem überraschend deutlichen 2:0 (1:0)-Erfolg. Vor 45.419 Zuschauern in Nürnberg sorgte der aus Kaiserslautern gekommende ungarische Nationalspieler für den ersten Dreier des Zweitliga-Meisters.

«Wir haben ein Spiel gewonnen, mehr nicht. Noch haben wir 33 Partien vor der Brust», sagte KSC-Trainer Edmund Becker. «Ich bin als Spieler mal Erster gewesen und dann doch noch abgestiegen.» Außerdem habe die erste Halbzeit gezeigt, «dass wir noch viel zu tun haben». Club-Trainer Hans Meyer resümierte: «Die Karlsruher haben in einer unglaublichen Weise gefightet. Wir haben nur 35 Minuten richtig gut gespielt, dann aber schlimme Fehlergemacht, die der KSC gnadenlos ausgenutzt hat.«

Der «Club» setzte die Reihe seiner schwachen Vorstellungen in der Vorbereitung fort und konnte sich lediglich über das vermeintlich gute Los in der zweiten Pokalrunde freuen, in der ihnen am Sonntag Zweitligist Carl-Zeiss Jena zugelost wurde. Der KSC spielt am 30./31. Oktober daheim gegen Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg.

Meyer hat's geahnt

«Ich habe den KSC im Liga-Pokal gegen Schalke gesehen, die sind verdammt gut. Das wird ein ganz schwieriger Auftakt», hatte Meyer ohnehin gewarnt. Dabei konnte der Erfolgscoach des Vorjahres überraschend auf Top-Torschütze Robert Vittek bauen, der nach auskurierten Oberschenkel-Problemen neben dem blassen Neuzugang Angelos Charisteas und dem wie der Grieche ausgewechselten Ivan Saenko stürmte. Tatsächlich sorgte Vittek in der schwachen Nürnberger Mannschaft zumindest für einige wenige Lichtblicke. So nach acht Minuten, als er einen Fehlpass von Michael Mutzel allerdings nicht nutzen konnte und am KSC-Tor vorbei schob.

In einem Festival an Fehlpässen und technischen Patzern fand der Aufsteiger mehr und mehr seine Sicherheit und ließ nach 37 Minuten erstmals aufhorchen. Der von Greuther Fürth nach Baden gewechselte Christian Timm setzte sich nach einer Eichner-Flanke gegen Jan Kristiansen durch, scheitert aus sechs Metern aber an Keeper Jaromir Blazek. Timm war für den Georgier Alexander Iashvili ins Team gekommen und rechtfertigte das Vertrauen von Trainer Edmund Becker.

Die Führung aus heiterem Himmel freilich erzielte der Ungar Hajnal, der nach einer Flanke von Andreas Görlitz und folgendem Lattentreffer von Mutzel kurz vor dem Seitenwechsel abstaubte. Meyer reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit den vom FC Kopenhagen gekommenden Lars Jacobsen für den enttäuschenden Saenko, der deutlich im Schatten von Görlitz gestanden hatte. Kristiansen, der im Pokalfinale sein bislang einziges Tor für den «Club» erzielt hatte, rückte, wie ursprünglich von Beginn an geplant, in den Sturm.

Doch die unerwartete Pleite konnte Meyer auch mit der Einwechslung von Marek Mintal, dem Torschützenkönig von vor zwei Jahren, und dem erstmals in einem Punktspiel eingesetzten Joshua Kennedy nicht verhindern. Dafür sorgte der 26-jährige Hajmal endgültig eine Viertelstunde vor dem Ende, als der zehnmalige Nationalspieler nach einem schlimmen Fehler von Blazek abermals abstaubte. (dpa)

 
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