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MSV-Stürmer Ishiaku schockt Dolls BVB

12. Aug 2007 18:58
Thomas Doll
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Die mit großem Aufwand runderneuerte Mannschaft von Borussia Dortmund hat einen kapitalen Fehlstart gegen den frechen Aufsieger MSV Duisburg hingelegt. Und nun wartet auch noch Schalke zum Revierderby.

Neue Mannschaft, altes Leid: Die mit großem Aufwand runderneuerte Mannschaft von Borussia Dortmund hat einen kapitalen Fehlstart gegen den frechen Aufsieger MSV Duisburg hingelegt. Das mit Vorschusslorbeeren bedachte Team von Trainer Thomas Doll unterlag am Sonntag den «Zebras» verdient mit 1:3 (0:1) und tritt damit zum Revierderby beim FC Schalke in einer Woche mit einer schweren Hypothek an.

Zum Mann des Tages avancierte MSV-Neuzugang Manasseh Ishiaku: Der Nigerianer (8./64.) schockte den BVB mit zwei Treffern. Das dritte Tor zum ersten Sieg der Duisburger in Dortmund nach 35 Jahren steuerte der Rumäne Mihai Tararache (62.) per Foulelfmeter bei. Den überaus schwachen Borussen blieb damit zum sechsten Mal hintereinander ein Sieg im ersten Saisonspiel in der Fußball- Bundesliga verwehrt. Florian Kringe (86.) machte mit seinem Ehrentreffer das Ergebnis für die Borussia kaum erträglicher.

Dortmunds Trainer Doll hatte seine Zugänge Diego Klimowicz, Mladen Petric, Jakub Blaszcykowski und Robert Kovac aufgeboten. Doch von der in der Vorbereitung überzeugenden Spielkultur war nichts zu sehen. Dolls Duisburger Kollege Rudi Bommer ließ Stareinkauf Ailton wie erwartet auf der Bank. Aber auch in den Reihen des MSV standen gleich fünf Neue. Dabei gefiel vor allem der 24-jährige Ishiaku, der für eine Million Euro vom FC Brügge gekommen war.

BVB wie letzte Saison

Anders als die Borussia hatte der Aufsteiger keine Anlaufschwierigkeiten. Nach dem frühen Führungstreffer durch Ishiaku kontrollierten die Duisburger das Geschehen und beeindruckten mit kluger Raumaufteilung und ansehnlichem Konterspiel. Die Dortmunder offenbarten hingegen Schwächen im Spielaufbau und erinnerten an die Leistungen in der vergangenen verkorksten Saison.

Chancen aus dem Spiel heraus waren Mangelware. Lediglich der Kroate Petric sorgte mit zwei Freistößen für Gefahr: In der 17. Minute traf er nur die Latte, sechs Minuten später war MSV-Torhüter Tom Starke bei Petric' Schuss aus 30 Meter auf dem Posten. Ein Treffer von Dede (32.) wurde wegen angeblicher Abseitsposition abgepiffen.

BVB-Präsident Reinhard Rauball sah sich schon in der Pause in seinen Befürchtungen bestätigt: «Die Erwartungen sind hoch, Für mich zu hoch. Ich plädiere für Geduld.» Der Geduldsfaden dürfte aber auch ihm nach dem Wechsel gerissen sein. Die Gastgeber agierten weiter ideenlos und stellten die Duisburger Deckung vor keine größeren Probleme.

Ein Schuss von Petric (58.) aus 22 Metern war die einzige nennenswerte Situation im Angriff. Schon im Gegenzug legte der kurz zuvor eingewechselte Delron Buckley im BVB-Strafraum MSV-Spieler Christian Tiffert. Den Elfmeter verwandelte Tararache (62.) sicher. Zwei Minuten später beendete Ishiaku auch die letzten Zweifel am Erfolg des Aufsteigers. Kringes Treffer (86.) für Dortmund kam zu spät. (dpa)

 
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