Anders als die Borussia hatte der Aufsteiger keine Anlaufschwierigkeiten. Nach dem frühen Führungstreffer durch Ishiaku kontrollierten die Duisburger das Geschehen und beeindruckten mit kluger Raumaufteilung und ansehnlichem Konterspiel. Die Dortmunder offenbarten hingegen Schwächen im Spielaufbau und erinnerten an die Leistungen in der vergangenen verkorksten Saison.Chancen aus dem Spiel heraus waren Mangelware. Lediglich der Kroate Petric sorgte mit zwei Freistößen für Gefahr: In der 17. Minute traf er nur die Latte, sechs Minuten später war MSV-Torhüter Tom Starke bei Petric' Schuss aus 30 Meter auf dem Posten. Ein Treffer von Dede (32.) wurde wegen angeblicher Abseitsposition abgepiffen.
BVB-Präsident Reinhard Rauball sah sich schon in der Pause in seinen Befürchtungen bestätigt: «Die Erwartungen sind hoch, Für mich zu hoch. Ich plädiere für Geduld.» Der Geduldsfaden dürfte aber auch ihm nach dem Wechsel gerissen sein. Die Gastgeber agierten weiter ideenlos und stellten die Duisburger Deckung vor keine größeren Probleme.
Ein Schuss von Petric (58.) aus 22 Metern war die einzige nennenswerte Situation im Angriff. Schon im Gegenzug legte der kurz zuvor eingewechselte Delron Buckley im BVB-Strafraum MSV-Spieler Christian Tiffert. Den Elfmeter verwandelte Tararache (62.) sicher. Zwei Minuten später beendete Ishiaku auch die letzten Zweifel am Erfolg des Aufsteigers. Kringes Treffer (86.) für Dortmund kam zu spät. (dpa)