netzeitung.deHamburger SV spielt mit Chisinau Katz und Maus

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Collin Benjamin (l.) im Spiel gegen Dacia Chisinau/Moldawien (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Collin Benjamin (l.) im Spiel gegen Dacia Chisinau/Moldawien
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Der Hamburger SV nimmt Kurs auf den Uefa-Cup. Nach dem dürftigen Hinspiel gegen Chisinau gab es im UI-Cup-Rückspiel einen wahren Sturmlauf.

Der Hamburger SV hat das UI-Cup-Rückspiel gegen Dacia Chisinau gewonnen und ist in die Qualifikation zum Uefa-Pokal eingezogen. Der Bundesliga-Siebte siegte am Sonntag mit 4:0 (0:0) gegen die abwehrstarken Moldawier in der mit 51.000 Zuschauern ausverkauften heimischen Arena, nachdem das Hinspiel 1:1 ausgegangen war. Dem Belgier Vincent Kompany gelang in der 50. Minute das Führungstor, Kapitän Rafael van der Vaart (71.), Collin Benjamin (76.) und David Jarolim (89.) legten nach. Die Auslosung für die zweite Uefa-Cup-Runde, in der der HSV gesetzt wird, ist am kommenden Freitag.
HSV bestimmt Partie
Unter den Augen des niederländischen Nationalspielers Romeo Castelen, der sich von der Tribüne aus die einseitige Partie seines voraussichtlich künftigen Arbeitgebers anschaute, bestimmte der technisch versiertere HSV das Geschehen. Nach der Begegnung wollte sich der Aufsichtsrat der Norddeutschen zusammensetzen, um über den Kauf des Mittelfeldspielers von Feyenoord Rotterdam zu beraten. Der 24-Jährige soll 2,5 Millionen Euro kosten und Mehdi Mahdavikia auf der rechten Seite ersetzen. Castelen hat bereits den Medizincheck in Hamburg bestanden und könnte bereits am Montag einen Vierjahres- Vertrag unterschreiben.

Ebenfalls Thema im Aufsichtsrat ist die Verpflichtung von Jerome Boateng von Hertha BSC. Der 18-jährige Abwehrspieler soll ebenfalls zu Saisonbeginn im HSV-Dress auflaufen. Letzte Details der Verpflichtung des rund eine Million Euro teuren U19-Auswahlspielers müssen noch geklärt werden.

Überraschende Startelf
HSV-Trainer Huub Stevens bot ohne den verletzten Juan Pablo Sorin (Knie) und Thimothee Atouba als Bankdrücker eine überraschende Anfangself auf. Auf der linken Mittelfeldseite spielte Stürmer Ivica Olic, im Sturm ergänzten sich Neuzugang Mohamed Zidan und die hängende Spitze Rafael van der Vaart. «Ich setze auf eine kontrollierte Offensive, auf jeden Fall müssen wir schneller kombinieren als im Hinspiel», hatte Stevens vor der Partie gefordert.

Gegen die Abwehrspezialisten aus Moldawien, die kaum über die Mittellinie hinauskamen, verbuchten die Hanseaten Torchancen im Minutentakt. Der 5,8 Millionen-Einkauf Zidan deutete in seinem ersten Heimspiel seine großen technischen Fähigkeiten an. Die Möglichkeiten von Zidan (6./18.), van der Vaart (10./45.) und Kompany (40.) vereitelte größtenteils der starke Gäste-Torhüter Mihail Moraru. Dem Belgier Kompany, der seit Anfang November wegen seiner Achillessehnen-Operation kein Pflichtspiel bestritten hatte, gelang dann der erlösende Treffer zum 1:0 nach einer van der Vaart-Ecke. Per Kopf traf der Kapitän nach Vorlage von Olic, danach waren Benjamin und Jarolim noch einmal erfolgreich. (Britta Körber, dpa)