27.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Mark van Bommel
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Münchner «Aggressiv-Leader» Mark van Bommel hat es nach dem Geschmack des DFB mit seinem Einsatz übertrieben. Nach einem üblen Foul im Ligapokal ist der Bayern-Profi gesperrt worden.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) hat Mark van Bommel vom FC Bayern München für drei Ligapokal-Spiele gesperrt. Wie der DFB mitteilte, wurde der Niederländer, der dem Urteil bereits zugestimmt hat, wegen «krass sportwidrigen Verhaltens» mit der Sperre belegt. Das Sportgericht sah es nach Auswertung der Fernseh-Aufzeichnung des Ligapokal-Spiels zwischen dem VfB Stuttgart und Bayern München (0:2) als erwiesen an, dass der Mittelfeldspieler «in der 53. Minute seine rechte Hand in Richtung des unteren Bauchbereiches seines Gegenspielers Fernando Meira geführt und diesen dort leicht getroffen hatte». Nach Meiras Auffassung habe van Bommel ihn durch den Griff in die Genitalien provozieren wollen.
Sicherheitshalber ausgewechseltDamit fehlt van Bommel auch an diesem Samstag im Ligapokal-Finale gegen den FC Schalke 04. Die weiteren Spiele muss der Bayern-Profi in den kommenden Wettbewerben absitzen, eine möglicherweise noch nicht verbüßte Sperre im Ligapokal würde in jedem Fall mit Ablauf der Spielzeit 2009/2010 enden, also zum 30. Juni 2010.
Die Aktion des von Trainer Ottmar Hitzfeld schon als «Aggressiv- Leader» bezeichneten Spielers van Bommel hatte Manager Uli Hoeneß nach dem Spiel schon nicht gutheißen wollen. «So kann man sich nicht präsentieren», sagte der Manager. Nach einem weiteren Foul hatte Hitzfeld den gelb-rot gefährdeten Niederländer dann sicherheitshalber ausgewechselt.
Kapitän Oliver Kahn wollte die Aktion des Mitspielers nicht bewerten, lobte aber grundsätzlich dessen Einsatz. «Mark van Bommel ist ein ganz wichtiger Spieler für uns. Es ist wichtig, einen zu haben, der immer alles gibt», sagte Kahn am Freitag. «Ich bin froh, dass wir diesen Spielertyp haben, der den einen oder anderen Akzent setzt.» (dpa)