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«Grüß Gott» - Ribéry und Toni sind da

03. Jul 2007 14:51, ergänzt 17:16
Franck Ribery (r.), Luca Toni
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«Ich scheue mich nicht, mein Trikot nass zu schwitzen», hat Franck Ribéry nach dem ersten Training beim FC Bayern verkündet. Mit dem anderen Star-Neuzugang Luca Toni hat er einiges gemeinsam: klare Ziele.

Auf Deutsch reichte es bei Luca Toni und Franck Ribéry am ersten Arbeitstag nur zu ein paar Wörtern wie «Grüß Gott» oder «Danke». Das wird sich ändern mit der Zeit, zumal die beiden neuen Millionen-Stars des FC Bayern ja auch auf dem Fußballplatz ganz schnell den Ton angeben wollen.

Mit gewinnendem Charme und großer Entschlossenheit nahmen der 30 Jahre alte Weltmeister aus Italien und der sechs Jahre jüngere Vize- Weltmeister aus Frankreich am Dienstag das Training an der Säbener Straße auf. Beäugt von rund tausend Zaungästen. «Wir sind glücklich, dass sie jetzt da sind. Wir wollten sie unbedingt, wir sind glücklich und stolz», sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, der das Duo gemeinsam mit Manager Uli Hoeneß willkommen hieß.

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Toni denkt gern zurück

Insgesamt 36 Millionen Euro Ablöse hat sich der Rekordmeister das Offensiv-Duo kosten lassen, dazu addieren sich die Millionen-Gagen in den kommenden vier Vertragsjahren. Mit Toren und Titeln wollen Toni und Ribéry die hohen Investitionen in sie zurückzahlen - und das so schnell wie möglich. «Auf dem Papier haben wir eine sehr starke Mannschaft. Ziel ist, beides zu gewinnen, Meisterschaft und Uefa- Cup», verkündete Toni in der Pressekonferenz, die von einem deutschen Fernsehsender sogar live übertragen wurde. Deutschland soll dem vom AC Florenz gekommenen Torjäger Glück bringen wie bei der Weltmeisterschaft vor einem Jahr. «Ich bin hier Weltmeister geworden, das war mein schönstes Erlebnis», erklärte Toni.

Die Hysterie um den «neuen» FC Bayern bekam auch Ribéry im proppevollen Pressestüberl gleich zu spüren. Der Neuzugang von Olympique Marseille formulierte dieselben Saisonziele wie Toni und versprach totalen Einsatz für den neuen Arbeitgeber. «Ich werde jeden Tag hundert Prozent geben, in jedem Training, in jedem Spiel. Ich habe einen starken Willen zum Sieg, ich scheue mich nicht, mein Trikot nass zu schwitzen», verkündete der mit 25 Millionen Euro teuerste Einkauf in der Vereinsgeschichte des FC Bayern.

Schweiß floss schon am Dienstag in zwei Trainingseinheiten, zu denen Ottmar Hitzfeld seine beiden prominenten Nachzügler antreten ließ. So schnell wie möglich sollen Toni, der mit der Nummer 9 von Giovane Elber auf Torejagd gehen wird, und Ribéry, der die «7» von Mehmet Scholl übernahm, ins Team integriert werden und auch in München heimisch werden. Beiden Spielern hat der FC Bayern einen persönlichen Betreuer zur Seite gestellt, der beim «schnellen Einleben» helfen soll, wie Rummenigge berichtete. «Am Anfang wird es gerade Probleme mit der Sprache geben», weiß der Vorstandschef.

«Je mehr gute Spieler, um so besser»

Auf dem Platz soll die Verständigung mit Händen und Füßen ganz schnell funktionieren - gerade zwischen Toni und Miroslav Klose, dem neuen «Traumsturm» (Hoeneß). «Ich werde mir den Luftraum mit Klose teilen», kündigte Toni an. Dass in Lukas Podolski ausgerechnet der Nationalmannschafts-Kollege von Klose ein Konkurrent ist, schreckt ihn nicht. «Je mehr gute Spieler, um so besser.» Und dass ihm ein Ex- Trainer auf Anhieb 25 Bundesliga-Tore im ersten Jahr zutraut, nahm Toni mit einem smarten Lächeln zur Kenntnis: «Ja, hoffen wir's.»

Toni will sich nach einer Fuß-Operation zunächst einmal in eine körperliche Top-Verfassung bringen. «Ich muss einiges aufholen nach dem kleinen Eingriff am Fuß.» Auch Ribéry, der auch von Real Madrid umworben worden war, will emsig trainieren, um möglichst schnell seine Qualitäten abzurufen: «Ich will den Fans Freude machen.»

Im Schatten der neuen ausländischen Stars stiegen auch zwei deutsche Nationalspieler am Dienstag ins Mannschaftstraining ein: Marcell Jansen, der für 11 Millionen Euro aus Mönchengladbach kam, übertrumpfte Ribéry gleich einmal mit zielgenaueren Flanken. Und Bastian Schweinsteiger wird - sofern das zuletzt entzündete linke Knie mitspielt - alles daran setzen, trotz des auf seine Position drängenden Franzosen einen Platz im Bayern-Team 2007/08 zu erobern. (nz/dpa)

 
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