Magath wünscht sich Makaay
27.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Magath, der 53 Jahre alte Coach, kennt als ehemaliger Profi und Manager die Gesetze der Branche. Seit seinem Amtsantritt am 15. Juni hat er nicht nur in mehreren TV-Interviews Werbung für sich und seinen neuen Klub betrieben, sondern auch die Experten mit seinen Personalentscheidungen verblüfft. Die Zweitligaspieler Daniel Baier (1860 München) und Sascha Riether (SC Freiburg), die Magath in den vergangenen zwei Wochen nach Wolfsburg holte, standen auf keiner Kandidaten-Liste möglicher Zugänge. Ashkan Dejagah (Hertha BSC), Vlad Munteanu, Sergiu Radu (beide Energie Cottbus) und Edin Dzeko (FK Teplice) vervollständigten das Sextett der Neuzugänge.
«Die Transferperiode endet am 31. August. Diesen Zeitrahmen werden wir ausnutzen», erklärte Magath. An Geld mangelt es beim Werksklub nicht, und als Cheftrainer, Sportdirektor und Geschäftsführer ist Magath mit einer großen Machtfülle ausgestattet. Um sich herum hat er mit den Co-Trainern Josef Eichkorn, Bernd Hollerbach und Werner Leuthard ein Team seiner Wahl. Seinen neuen Kapitän will Magath selbst bestimmen: «Die Spieler wählen den Mannschaftsrat, der Trainer ernennt den Kapitän. Das habe ich bisher immer so gehalten, das bleibt auch in Wolfsburg so.»
Von Magath wird ein besseres Ergebnis als von seinem Vorgänger Klaus Augenthaler (Platz 15) erwartet. Konkrete Saisonziele wollte er aber noch nicht nennen. Dazu muss ich mir erst ein paar Tage ein Bild von meiner kompletten Mannschaft machen, sagte der VfL-Coach. Neben einigen verletzt fehlenden Spielern hatte am ersten Arbeitstag Marcelinho (Sonder-Urlaub) frei. Der in der Winterpause geholte Brasilianer ist derzeit der einzige Star in einem Team, das mittelfristig um Titel mitspielen soll. (Peter Hübner, dpa)

