netzeitung.deMagath wünscht sich Makaay

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Torquote 0,6 bei den Bayern: Roy Makaay (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Torquote 0,6 bei den Bayern: Roy Makaay
Foto: dpa
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Einen echten Kracher hat Wolfsburgs neuer Trainer Felix Magath bisher noch nicht im Kader. Das könnte sich demnächst ändern.

Trainer Felix Magath vom VfL Wolfsburg liebäugelt mit einer Verpflichtung von Roy Makaay. «Möglich ist alles», sagte der frühere Bayern-Coach zu der Überlegung, seinen ehemaligen Schützling als Folge des Transfers von Miroslav Klose nach Wolfsburg zu holen. Torjäger Makaay will zwar nach eigenen Angaben nur in die Niederlande oder nach Spanien wechseln, aber Magath sagte: «Ich schließe im Fußball nie etwas aus.»

Bisher kein «Kracher»
Die Hoffnungen der VfL-Fans auf einen «Kracher» konnte er bisher nicht erfüllen. Der neue starke Mann des VfL Wolfsburg hatte bis zum Trainingsauftakt am Mittwoch zwar sechs neue Spieler im Kader, doch ein richtiger Star war nicht dabei. Nun könnte die aktuelle Entwicklung bei seinem Ex-Klub Bayern dem VfL-Coach aber vielleicht in die Karten spielen. Schließlich haben die Münchner nun ein Überangebot an Top-Stürmern.

Magath, der 53 Jahre alte Coach, kennt als ehemaliger Profi und Manager die Gesetze der Branche. Seit seinem Amtsantritt am 15. Juni hat er nicht nur in mehreren TV-Interviews Werbung für sich und seinen neuen Klub betrieben, sondern auch die Experten mit seinen Personalentscheidungen verblüfft. Die Zweitligaspieler Daniel Baier (1860 München) und Sascha Riether (SC Freiburg), die Magath in den vergangenen zwei Wochen nach Wolfsburg holte, standen auf keiner Kandidaten-Liste möglicher Zugänge. Ashkan Dejagah (Hertha BSC), Vlad Munteanu, Sergiu Radu (beide Energie Cottbus) und Edin Dzeko (FK Teplice) vervollständigten das Sextett der Neuzugänge.

Kein Geldmangel
Ob das halbe Dutzend die Abgänge von Leistungsträgern wie Diego Klimowicz (Borussia Dortmund), Mike Hanke (Hannover 96), Tom van der Leegte (PSV Eindhoven) oder Kevin Hofland (Feyenoord Rotterdam) ersetzen kann, bleibt abzuwarten. Als möglicher Ersatz für den niederländischen Abwehrchef Hofland, dessen Wechsel kurz vor dem Abschluss steht, ist der portugiesische WM-Teilnehmer Ricardo Costa im Gespräch.

«Die Transferperiode endet am 31. August. Diesen Zeitrahmen werden wir ausnutzen», erklärte Magath. An Geld mangelt es beim Werksklub nicht, und als Cheftrainer, Sportdirektor und Geschäftsführer ist Magath mit einer großen Machtfülle ausgestattet. Um sich herum hat er mit den Co-Trainern Josef Eichkorn, Bernd Hollerbach und Werner Leuthard ein Team seiner Wahl. Seinen neuen Kapitän will Magath selbst bestimmen: «Die Spieler wählen den Mannschaftsrat, der Trainer ernennt den Kapitän. Das habe ich bisher immer so gehalten, das bleibt auch in Wolfsburg so.»

Von Magath wird ein besseres Ergebnis als von seinem Vorgänger Klaus Augenthaler (Platz 15) erwartet. Konkrete Saisonziele wollte er aber noch nicht nennen. „Dazu muss ich mir erst ein paar Tage ein Bild von meiner kompletten Mannschaft machen“, sagte der VfL-Coach. Neben einigen verletzt fehlenden Spielern hatte am ersten Arbeitstag Marcelinho (Sonder-Urlaub) frei. Der in der Winterpause geholte Brasilianer ist derzeit der einzige Star in einem Team, das mittelfristig um Titel mitspielen soll. (Peter Hübner, dpa)