10.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Warum Frings Juventus Turin absagte
Eigentlich hatte Fußball-Nationalspieler Torsten Frings schon die Koffer gepackt, um nach Turin umzuziehen. Was ihn doch noch davon abhielt, hat der Werder-Profi nun verraten.
Fußball-Nationalspieler Torsten Frings verzichtet auf eine Karriere beim Serie-A-Klub Juventus Turin und 4,5 Millionen Euro Jahresgage. «Was bitte ist Geld im Vergleich zu Glück», antwortet der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen in der «Bild»-Zeitung auf die Frage nach den verlorenen Millionen und wird richtig emotional: «Werder ist mein Leben, hier bin ich zu Hause.»
«Niemals vergessen»Auf der Werder-Homepage verrät Frings, dass er Juventus bereits zugesagt hatte. «Wir hatten alles in die Wege geleitet, um nach Turin zu wechseln. Meine Kinder haben sich schon gefreut, meine Frau hat die Koffer gepackt. Wir waren eigentlich schon weg.»
Aber da gibt es ja noch Bremens Coach Thomas Schaaf. Und der muss seinem 30 Jahre alten Routinier so richtig ins Gewissen geredet haben. «Ich hatte am Montag ein Gespräch mit Thomas Schaaf», erzählt Frings. «Der hat mir eindrucksvoll verdeutlicht, wie wichtig ich bin – für Werder und vor allem für ihn. Es war ein Treffen, das ich niemals vergessen werde.»
Frings hatte am Mittwoch seinen Vertrag mit Werder Bremen bis zum Sommer 2011 verlängert. «Ein Wechsel wäre völlig falsch gewesen», sagt er einen Tag darauf. «Juve ist ein geiler Klub, aber für mich ist Werder wichtiger und wertvoller.» Auch die Turiner haben Herz gezeigt, was Frings seine Absage nicht gerade leicht machte. «Bild» verriet er, Trainer Deschamps habe ihm zum Geburtstag ein Juve-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 22 nach Hause geschickt. «Das ist vielleicht nur ein Stück Stoff, aber es war eine verdammt tolle Aktion».
Am Samstag müssen die Bremer (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt ran, bei einem Straucheln von Schalke 04 und dem VfB Stuttgart ist der Titelgewinn noch drin. «Wir werden in den letzten zwei Spielen so einiges kicken», sagt Frings. «Die Offiziellen aus Frankfurt können die Schale schon mal ins Taxi setzen.» (nz)