netzeitung.deFC Bayern und Klose drohen Geldstrafe

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Miroslav Klose (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Miroslav Klose
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Angeblich war das Geheimtreffen der Bayern-Bosse mit Miroslav Klose nur «ein Informationsgespräch». Die Bremer vertrauen «ihrem Miro» weiterhin, Strafe muss aber sein. Interview: Der 31. Spieltag

Das Geheimtreffen zwischen Miroslav Klose und Vertretern des FC Bayern München hat sowohl für den Spieler als den Verein ein Nachspiel. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich in die offensichtlich nicht regelkonformen Transferbemühungen der Bayern um den Stürmer von Werder Bremen eingeschaltet. Geldstrafen sind für die Münchner, aber auch für den Nationalspieler möglich. Bei einem ähnlichen Fall in England mussten Chelsea und der umworbene und später verpflichtete Spieler Ashley Cole eine Geldstrafe von zusammen 900.000 Euro zahlen.
FCB hätte Allofs benachrichtigen müssen
«Wir werden beide Klubs um Stellungnahmen bitten», sagte am Sonntag DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus der Nachrichtenagentur dpa. Der Nationalspieler hatte gegenüber Werder Bremen bestätigt, dass er sich am vergangenen Dienstag in Hannover mit Bayerns Manager Uli Hoeneß und Trainer Ottmar Hitzfeld getroffen hatte.

Werder-Manager Klaus Allofs sagte am Sonntag im DSF: «Ich habe mit Uli Hoeneß noch nicht persönlich gesprochen. Ich bin gespannt auf seine Antworten.» Die Bremer selbst hatten sich nicht bei der DFL beschwert, die nun von sich aus aktiv geworden ist. Kloses Kontrakt in Bremen läuft noch bis 2008.

Die DFL bezieht sich auf die «Lizenzordnung Spieler». Darin heißt es: «Vereine oder Kapitalgesellschaften, die einen Spieler verpflichten wollen, der noch bei einem anderen Verein oder einer Kapitalgesellschaft unter Vertrag steht, müssen den Verein oder die Kapitalgesellschaft vor der Aufnahme von Vertragsverhandlungen schriftlich darüber informieren.» Das hat Bayern nach Angaben von Allofs nicht getan. Ein Verstoß gegen diese Bestimmungen wird als unsportliches Verhalten geahndet, dafür ist der Kontrollausschuss zuständig.

Klose entschuldigte sich
Für Werder ist «die Sache vergessen», sagte Allofs mit Verweis auf ein Gespräch mit Klose und dessen Berater Alexander Schütt am Freitag. Der Nationalstürmer hatte sich anschließend entschuldigt. Das galt aber offensichtlich nur für den Zeitpunkt, nicht für das Treffen selbst. Auf die Frage, ob er das Treffen mit den Bayern bereue, antwortete der Profi am Samstag nach dem Abschlusstraining für das Bielefeld-Spiel: «Nein.»

In einer Pressemittelung des Vereins vom Freitag war er mit den Worten zitiert worden: «Das Treffen mit den Bayern war lediglich ein Informationsgespräch und keine Vertragsverhandlung. Es hat nur 20 Minuten gedauert, aber der Zeitpunkt war natürlich unglücklich. Dafür möchte ich mich bei Werder und allen Fans entschuldigen.»

Allofs sagt dennoch: «Wir haben Vertrauen zu Miro und müssen jetzt eine Lösung finden. Er sieht ein, dass er einen Fehler gemacht hat.» Zudem betonte der Werder-Manager erneut, «dass er keine Freigabe für einen deutschen Club bekommt». (dpa)