netzeitung.dePreuß beschert Frankfurt Sieg über FC Bayern

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Michael Fink (r.) und Daniel van Buyten vom FC Bayern. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Michael Fink (r.) und Daniel van Buyten vom FC Bayern.
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Von diesem Tor wird Christoph Preuß noch lange erzählen. Der Treffer des Frankfurter Fußball-Profis war nicht nur sehr schön anzuschauen, er hatte auch eine große Wirkung.

Mit einem «Tor des Monats» hat Christoph Preuß Titelverteidiger Bayern München fast schon aus dem Meisterschaftsrennen geschossen und Eintracht Frankfurt einen kaum für möglich gehaltenen Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga beschert. Der Mittelfeldspieler traf am Samstag vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena per Fallrückzieher zum überraschenden 1:0 (0:0)-Sieg der Frankfurter, die damit die Abstiegsplätze verließen.
Herber Rückschlag für FC Bayern
In einem niveauarmen, dafür aber spannenden Spiel wuchsen die Hessen gegen den enttäuschenden Favoriten über sich hinaus und wurden für ihre kämpferisch überzeugende Leistung mit dem Sieg belohnt. Für die Münchner bedeutete die Niederlage drei Tage nach der Vertragsverlängerung von Chefcoach Ottmar Hitzfeld einen herben Rückschlag im Titelkampf.

Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel stellte sein Team gegenüber dem 2:2 in Nürnberg auf drei Positionen um und wie angekündigt sehr defensiv ein. Zwei Dreierketten bildeten ein dichtes Abwehr-Bollwerk, an dem die behäbig und ideenlos agierenden Bayern im ersten Durchgang immer wieder abprallten. Lediglich bei Standardsituationen geriet das Frankfurter Tor gelegentlich in Gefahr. Ein Kopfball von Hasan Salihamidzic nach Freistoß von Willy Sagnol strich knapp am Gehäuse vorbei, danach war Eintracht-Torwart Oka Nikolov bei zwei Versuchen von Roy Makaay (33./39.) auf der Höhe.

Die ohne Mittelfeld-Dribbler Albert Streit (Grippe) spielenden Hausherren bemühten sich redlich, aus ihrer massiven Deckung heraus gefährliche Konter zu starten, ließen dabei jedoch oft die nötige Präzision vermissen. So musste Oliver Kahn in der ersten Halbzeit nicht einmal ins Geschehen eingreifen. Allerdings hatte der Rekordmeister Glück, dass Sagnol einen Schuss von Preuß (29.) in höchster Not blocken konnte. Zuvor hatte Michael Thurk zwei Mal in aussichtsreicher Position verzogen.

Dem Stürmer bot sich eine knappe Viertelstunde nach dem Wechsel auch die größte Chance zur Führung. Nach einem feinen Zuspiel von Benjamin Köhler tauchte Thurk völlig frei vor Kahn auf, schoss den Ball aber am Tor vorbei. Gegen die leidenschaftlich kämpfenden Hausherren taten sich die feldüberlegenen Bayern auch in der Folgezeit schwer und blieben den Nachweis einer Spitzenmannschaft schuldig.

Auf verlorenem Posten
Im Mittelfeld konnten weder Bastian Schweinsteiger noch Mark van Bommel Akzente setzen und im Angriff standen Makaay und Lukas Podolski auf verlorenem Posten. Der zuletzt stark auftrumpfende Nationalstürmer wurde völlig abgemeldet und nach 68 Minuten ausgewechselt. (Eric Dobias, dpa)