13.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Wie lange noch, Frank?
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Frank Geideck hat nur ein kurzes Gastspiel als Arminia-Trainer gegeben: Das Bielefeld-Management hat schon mit einem seiner Vorgänger gesprochen.
Arminia Bielefelds Trainer Frank Geideck steht nur einen Monat nach seiner Berufung zum Chefcoach vor der Ablösung bei dem abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten. «Die Tendenz geht dahin. Die Frage ist nur, ob Geideck noch ein Spiel auf der Bank sitzt oder schneller abgelöst wird», erklärte Vereinssprecher Hans Milberg auf dpa-Anfrage. Nachfolger soll der frühere Arminia-Trainer Ernst Middendorp werden. Der Sport-Informations-Dienst will gar erfahren haben, dass Middendorp schon am heutigen Mittwoch als neuer Chefcoach vorgestellt wird. Die Bielefelder spielen am Samstag bei Alemannia Aachen.
«Wir haben mit Ernst Middendorp ein informelles Gespräch geführt», sagte Manager Reinhard Saftig dem «Westfalen-Blatt». Auch Finanz- Geschäftsführer Roland Kentsch bestätigte der «Neuen Westfälischen» (Mittwoch-Ausgaben) Gespräche mit dem 48 Jahre alten Middendorp. Ein Ergebnis der Verhandlung liege aber noch nicht vor, berichtete Milberg, der aber eine Pressekonferenz zur aktuellen Entwicklung für Mittwoch ankündigte.
Middendorp war bereits von 1994 bis 1998 Trainer in Bielefeld. Damals führte er die Arminia aus der dritten Liga in die höchste deutsche Spielklasse. Momentan liegen die Ostwestfalen in der Bundesliga auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt war Middendorp Trainer in Südafrika, wurde aber vor zehn Tagen bei den Kaizer Chiefs Johannesburg entlassen. «Wenn es so käme, wäre das sicherlich eine Lösung über die Saison hinaus. Unabhängig von der Liga», sagte Middendorp «Sport Bild online».
Geideck war am 12. Februar vom Assistenztrainer zum Chefcoach befördert worden und hatte einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 unterschrieben. Einen Tag Tag vorher war Thomas von Heesen nach dem 0:1 bei Bayern München zurückgetreten. Unter Geidecks Regie gelang den Bielefeldern ein Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, drei Spiele gingen verloren. Erst am Montag war Jürgen Röber beim ebenfalls abstiegsbedrohten Bundesliga-Konkurrenten Borussia Dortmund zurückgetreten. Ihn ersetzt der frühere HSV-Trainer Thomas Doll. (dpa)