Schalke strauchelt, Gladbach jubelt
10. Mrz 2007 17:32
 |  Hannovers Hanno Balitsch (l.) mit Schalkes Fabian Ernst | Foto: AP |
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Ein Blitztor von Halil Altintop hat Schalke 04 nicht zum Sieg über Hannover gereicht. Während es für Dortmund nach dem Derby in Bochum immer enger wird, schaffte Gladbach gegen Berlin einen Befreiungsschlag.
Bundesliga- Spitzenreiter Schalke 04 hat nach zuletzt zwei Niederlagen auch am 25. Spieltag keinen Sieg einfahren können. Beim 1:1 in Hannover musste die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka in der Schlussphase sogar noch um den Punktgewinn fürchten. Nicht besser erging es Verfolger VfB Stuttgart. Der Tabellendritte kam im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.Freude gab es dagegen im Tabellenkeller. Schlusslicht Borussia Mönchengladbach feierte zwei Tage nach dem Amtsantritt vom neuen Sportdirektor Christian Ziege einen 3:1-Sieg über Hertha BSC Berlin, während der VfL Bochum das «kleine» Revierderby gegen Borussia Dortmund mit 2:0 für sich entschied.
Bereits am Freitag hatte der 1. FC Nürnberg einen 0:2-Rückstand gegen Eintracht Frankfurt noch in ein 2:2 verwandeln können.
Samstag, 10. März, 15.30 Uhr
Hannover 96 – Schalke 04 1:1 (1:1)
Mehr als 15.000 Schalker Fans hatten sich mit auf den Weg nach Hannover gemacht, und so legte der Tabellenführer aus dem Ruhpott auch gleich los wie die Feuerwehr. Nach einem schönen Freistoß von Özil beendete Halil Altintop nach nicht einmal zwei Minuten seine persönliche Torflaute. Doch die Freude bei Trainer Slomka und Co. währte nicht lange. Weitere zwei Minuten später konnte Schalke-Schlussmann Neuer einen Eckball nicht festhalten, Nutznießer war Hannovers Tarnat, der den Ball über die Linie drückte (4.). Schalke verdaute den schnellen Ausgleich recht gut und kam zu weiteren Chancen, offenbarte aber auch einige Schwächen in der Defensive.Nach dem Wiederanpfiff ein ähnliches Bild: Schalke gab sich bemüht und dominierte die Partie, doch zu einem Treffer reichte es gegen sicher stehenden Niedersachsen nicht. In der Schlussphase waren die 96er dem Siegtreffer näher als der Tabellenführer, doch es blieb beim Unentschieden.
Borussia M'Gladbach – Hertha BSC Berlin 3:1 (1:0)
Die Hertha zeigte gegen verkrampfte Gladbacher die bessere Spielanlage und machte auch das Spiel. Doch nach einer guten halben Stunde erlöste Raphael nach einem Konter im eigenen Stadion die Hausherren mit dem Führungstreffer (32.). Die Gäste aus Berlin brauchten eine Weile, um den Schock zu verdauen. Gladbachs Abwehr ließ bis zur Pause nichts mehr anbrennen.Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff schafften die Berliner schließlich den verdienten Ausgleich. Gimenez kam im Strafraum völlig frei zum Kopfball und nickte problemlos eine Gilberto-Flanke in die Maschen (56.). Im Anschluss drückte die Götz-Mannschaft auf den zweiten Treffer, doch der Ex-Herthaner Raphael beendete mit seinem zweiten Tor abrupt den Offensivdrang der Gäste (69.). Delura machte mit dem 3:1 den Sieg für Gladbach perfekt (85.).
VfL Bochum – Borussia Dortmund 2:0 (0:0)
Im Ruhr-Derby bemühten sich die Hausherren das Spiel zu machen. Doch nach knapp 20 Minuten bekamen die Röber-Schützlinge aus Dortmund die Partie allmählich in den Griff, ehe der Spielfluss schließlich auf beiden Seiten verebbte. Die Akteure beider Teams begnügten sich bis zur Pause mit vielen kleinen Fouls. Zwei gute Torchancen in der ersten Halbzeit konnte der VfL nicht zur Führung nutzen.Das änderte sich direkt nach dem Wiederanpfiff. Gekas schnappte sich den Ball nach einem Fehlpass der Dortmunder und schoss nach einem Doppelpass mit Misimovic zur Führung ein (48.). Kurz vor dem Schluss das gleiche Spiel: Der Grieche spielte einen Doppelpass mit Misimovic und stieß mit seinem zweiten Tor an diesem Tag die Dortmunder noch tiefer in den Abstiegskampf (84.).
FSV Mainz 05 – Arminia Bielefeld 1:0 (0:0)
Die beste Rückrundenmannschaft aus Mainz begann gegen die schlechteste Rückrundenmannschaft aus Bielefeld mit viel Druck und erspielte sich auch einige Torchancen. Doch der Abwehrriegel der Ostwestfalen hielt dem Druck bis zur Pause stand.Kurz nach dem Wiederanpfiff war es schließlich so weit: Westermann foulte Ruman elfmeterwürdig, Andreasen verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (51.). Die Klopp-Mannschaft drängte in der Folgezeit auf weitere Treffer, musste sich am Ende aber mit dem 1:0 zufrieden geben.
VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg 0:0
Ohne die Stammkräfte Hildebrand und Meira tat sich der Favorit aus Stuttgart im ersten Durchgang schwer gegen die tief stehenden Gäste. Der VfL war mit einigen Kontern stets gefährlich. Die größte Chance der Wolfsburger vergab Marcelinho, als er nach einem schönen Dribbling an Hildebrand-Vertreter Michael Langer scheiterte (10.). Nach einer halben Stunde hätte schließlich Klimowicz die Führung erzielen können, doch seinen Schuss aus fünf Metern konnte Langer parieren. Stuttgart hatte mit Magnins Schuss lediglich eine nennenswerte Torchance.Im zweiten Durchgang wurde es nicht besser. Stuttgart dominierte die Partie, kam aber nur zu wenigen Torchancen. Wolfsburg schien mit dem Remis zufrieden. Cacau hätte mit einem Kopfball kurz vor dem Ende doch noch drei Punkte für den VfB sichern können, doch der Ball ging über das Tor (82.).
Eine bittere Nachricht gab es für die Stuttgarter nach der Partie: Der VfB muss mindestens sechs Wochen lang auf Nationalstürmer Mario Gomez verzichten. Der 21 Jahre alte Top-Torjäger erlitt nach einem Pressschlag einen Innenbandabriss im linken Knie.
Energie Cottbus – Alemannia Aachen 0:2 (0:1)
In einem Abstiegsduell der besseren Sorte ging es zunächst hin und her. Aachen, dass nach nicht einmal 15 Minuten verletzungsbedingt auf Fiel verzichten musste, profitierte nach einer knappen halben Stunde von einer misslungenen Abseitsfalle der Hausherren. Rösler reagierte am schnellsten und erzielte den Führungstreffer (28.). Die alte Regel, wonach der Gefoulte einen Strafstoß nicht selbst schießen sollte, bestätigte Schlaudraff in der 36. Minute, als er vom Elfmeterpunkt an Energie-Schlussmann Piplica scheiterte. Zwei Minuten später kam es für Aachen noch dicker, als Dum nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte sah (38.).Wie schon in der ersten Halbzeit machten die Gastgeber auch in den zweiten 45 Minuten mächtig Druck, doch der Ausgleichstreffer wollte einfach nicht fallen. Schlaudraff hätte den Druck endgültig von seiner Mannschaft nehmen können, doch der Angreifer verzettelte sich freistehend (77.). Besser machte es schließlich der eingewechselte Pinto. Der wendige Stürmer brauchte nach einem Piplica-Fehler den Ball in der Nachspielzeit nur noch ins verwaiste Tor zu schieben (90.).
Sonntag, 11. März, 17.00 Uhr
Bayern München – Werder Bremen -:- (-:-)
Hamburger SV – Bayer Leverkusen -:- (-:-)
(nz)