27. Feb 2007 11:56
Roque Santa Cruz denkt weiterhin an Abschied. Sollte sich Bayern München in der Offensive nochmals verstärken, würden für den Stürmer aus Paraguay nur zwei Ligen in Frage kommen.
Einen Wechsel innerhalb der Bundesliga kommt für den paraguayanischen Nationalspieler allerdings nicht in Frage. «Spanien oder England würden mir gefallen», erklärte Santa Cruz, der zuletzt nur noch Reservist war und beim FC Bayern keine Perspektiven mehr sieht. Demnächst wolle er das Gespräch mit Manager Uli Hoeneß suchen.Zu seinen Gründen, den Club zu verlassen, sagte er: «Ich möchte spielen. Ich möchte wieder spüren, dass ich ein Fußballer bin. Das vermisse ich.» Sollte ihn der FC Bayern nicht vorzeitig gehen lassen, respektiere er das. «Aber ich will für mein Gehalt nicht nur auf der Bank sitzen, will kein Abkassierer sein. Außerdem. Für den Job als Joker gibt's genügend Spieler überall auf der Welt.»
Santa Cruz war 1999 von Olimpia Asuncion für eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro nach München gewechselt und damals als eines der größten Talente gehandelt worden. Der große Durchbruch beim deutschen Meister gelang dem häufig verletzten Stürmer aber nicht.
Nach Mehmet Scholl, der am Saisonende seine Karriere beendet, und Hasan Salihamidzic, der zu Juventus Turin wechselt, wäre Santa Cruz der dritte Spieler, der die Münchner im Sommer verlässt. Als Neuzugänge stehen bisher Jan Schlaudraff (Alemannia Aachen) und Hamit Altintop (Schalke 04) fest. Als fast sicher gilt der Wechsel des Argentiniers Jose Ernesto Sosa von Estudiantes de la Plata. In spätestens zwei Wochen soll das rund fünf Millionen Euro teure Geschäft erledigt sein. Sosa ist laut Aussage von Manager Hoeneß der gesuchte Ersatz für Sebastian Deisler, der seine Karriere im Januar beendet hatte. (nz)