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FC Bayern feuert Felix Magath

31. Jan 2007 14:44, ergänzt 20:06
Felix Magath bei der Ankunft auf der Geschäftsstelle
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Das torlose Unentschieden gegen den VfL Bochum hat das Fass zum überlaufen gebracht: Felix Magath ist nicht mehr Trainer beim FC Bayern München - sein Vorgänger übernimmt.

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Der FC Bayern München hat seinen Trainer Felix Magath mit sofortiger Wirkung rausgeworfen. Einen Tag nach dem 0:0 gegen den VfL Bochum beurlaubte der Rekordmeister am Mittwoch seinen Trainer, der noch einen Vertrag bis 30. Juni 2008 besitzt. Sein Nachfolger wird Ottmar Hitzfeld, der bereits Magaths Vorgänger als Chef-Coach war. Hitzfeld, der die Mannschaft von 1998 bis 2004 trainiert hatte, unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende.

Sorge um die Champions League

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  • «Ziel ist es, schnell die Kurve zu kriegen, zu gewinnen und hoffentlich guten Fußball zu spielen», sagte der Vorstandvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochabend bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Er bedauere diesen Schritt. «Felix Magath hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim FC Bayern sehr gute Arbeit mit großartigen Erfolgen, allen voran den zweifachen Double-Gewinn, geleistet. Dennoch müssen wir als Klub-Verantwortliche die aktuellen Entwicklungen sehen und darauf reagieren. Die Sorge um die Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison hat uns zur heutigen Entscheidung veranlasst», führte Rummenigge weiter aus.

    Hitzfeld sieht in seiner alten/neuen Funktion als Bayern-Coach eine «Herausforderung». Das sagte er dem Pay-TV-Sender «Premiere» am Mittwochabend in einem kurzen Statement: «Die Champions League - das ist natürlich ein Highlight, jetzt mit den Spielen gegen Real Madrid. Da braucht man als Trainer nicht lange zu überlegen, um zuzusagen.»

    Die Trennung hatte sich angedeutet, nachdem die Bayern-Bosse am Dienstagabend in ein bedrohliches Schweigen verfallen waren. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß flüchteten - die Pfiffe der Fans in Ohren - nach dem 0:0 gegen den VfL Bochum wortlos und geschockt aus der Allianz Arena, während Magath nach dem gespenstischen Auftritt des Meisters seine Kapitulation im Titelkampf verkündete: «Über den Titel brauchen wir überhaupt nicht mehr zu reden», erklärte der 53-Jährige.

    «Natürlich ist dies keine schöne Situation», sagte Magath auf der Homepage des Klubs. «Ich hatte hier zweieinhalb schöne und erfolgreiche Jahre, auf die ich stolz bin, aber es war mir immer klar, dass dies ein Engagement auf Zeit ist. Ich wünsche dem FC Bayern und der Mannschaft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.»

    Zwei Mal das Double unter Magath

    Unter Magath erlebte der FC Bayern zwei erfolgreiche Spielzeiten. Als erster Trainer gewann er in seinem ersten Jahr in München das Double (2005), als erstem deutschen Verein gelang den Münchnern im darauf folgenden Jahr die Verteidigung von Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg.

    Den FC Bayern wieder zu Erfolgen zu führen, ist nun Hitzfelds Aufgabe. Der 58-Jährige hat seit seiner vorzeitigen Trennung von den Bayern im Sommer 2004 als Trainer pausiert und war als TV-Experte für «Premiere» im Fußball tätig. Eine Rückkehr zu Borussia Dortmund hatte er erst im Winter nach der Entlassung von Trainer Bert van Marwijk beim BVB ebenso abgelehnt wie zuvor zahlreiche Angebot von europäischen Top-Klubs.

    Hitzfeld wird mit seinem Assistenten Michael Henke schon am Donnerstag (14.00 Uhr) sein erstes Training leiten und am Freitag im bayerischen Derby beim 1. FC Nürnberg seine zweite Bayern-Mission beginnen. 2001 führte Hitzfeld den Rekordmeister zum Champions- League-Triumph. (nz)

     
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