31. Jan 2007 14:44, ergänzt 20:06
Das torlose Unentschieden gegen den VfL Bochum hat das Fass zum überlaufen gebracht: Felix Magath ist nicht mehr Trainer beim FC Bayern München - sein Vorgänger übernimmt.
«Ziel ist es, schnell die Kurve zu kriegen, zu gewinnen und hoffentlich guten Fußball zu spielen», sagte der Vorstandvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Mittwochabend bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Er bedauere diesen Schritt. «Felix Magath hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim FC Bayern sehr gute Arbeit mit großartigen Erfolgen, allen voran den zweifachen Double-Gewinn, geleistet. Dennoch müssen wir als Klub-Verantwortliche die aktuellen Entwicklungen sehen und darauf reagieren. Die Sorge um die Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison hat uns zur heutigen Entscheidung veranlasst», führte Rummenigge weiter aus.Hitzfeld sieht in seiner alten/neuen Funktion als Bayern-Coach eine «Herausforderung». Das sagte er dem Pay-TV-Sender «Premiere» am Mittwochabend in einem kurzen Statement: «Die Champions League - das ist natürlich ein Highlight, jetzt mit den Spielen gegen Real Madrid. Da braucht man als Trainer nicht lange zu überlegen, um zuzusagen.»
Die Trennung hatte sich angedeutet, nachdem die Bayern-Bosse am Dienstagabend in ein bedrohliches Schweigen verfallen waren. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß flüchteten - die Pfiffe der Fans in Ohren - nach dem 0:0 gegen den VfL Bochum wortlos und geschockt aus der Allianz Arena, während Magath nach dem gespenstischen Auftritt des Meisters seine Kapitulation im Titelkampf verkündete: «Über den Titel brauchen wir überhaupt nicht mehr zu reden», erklärte der 53-Jährige.