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Lupe Podolski macht Magath Entscheidung schwer

Der FC Bayern ist mit großem Selbstvertrauen aus dem Dubai- Trainingslager zurückgekehrt. «Es kann gar nicht sein, dass wir nicht besser spielen als in der Hinrunde», frohlockte Coach Felix Magath.

Von Klaus Bergmann

Ein mit neuem Elan angreifender Lukas Podolski übt beim FC Bayern München Druck auf die vor der Winterpause im Sturm gesetzten Roy Makaay und Claudio Pizarro aus. Knapp zwei Wochen vor dem Bundesliga-Rückrundenstart des deutschen Fußball-Meisters am 26. Januar bei Borussia Dortmund ist der Kampf um die Plätze in der Offensiv-Abteilung am härtesten. «Es ist eng. Im Angriff ist die Auswahl am schwierigsten», sagte Trainer Felix Magath am Wochenende nach Abschluss des Trainingslagers in Dubai.

Hoffen auf Besserung
Vor der Rückreise nach München am Sonntag zog Magath ein geradezu euphorisches Fazit des schon vierten Wintercamps der Bayern in Dubai. «Es war ein super Trainingslager», schwärmte der 53-Jährige. Anders als im Sommer seien dieses Mal auch die WM-Teilnehmer während der kompletten Vorbereitung dabei. «Darüber bin ich heilfroh», sagte Magath. Er es deswegen auch überzeugt, dass der Titelverteidiger in der Rückrunde sein wahres Gesicht zeigen wird: «Es kann gar nicht sein, dass wir nicht besser spielen als in der Hinrunde.»

Auch Uli Hoeneß glaubt, dass der Tabellendritte für die Jagd auf Werder Bremen und den FC Schalke gerüstet ist. «Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht viel besser spielen sollten», äußerte der Manager: «Wir haben drei Punkte Rückstand, aber wenn wir eine Serie hinlegen, können wir schnell aufschließen.»

Mit Hargreaves und Scholl
Magaths Laune verbesserte sich auch noch dadurch, dass am letzten Tag in Dubai bei einem einstündigen internen Testspiel endlich auch Owen Hargreaves vier Monate nach seinem Wadenbeinbruch sowie Mehmet Scholl nach einem Muskelbündelriss erstmals wieder mitwirken konnten. «Das ist sehr erfreulich. Wenn sie in guter Verfassung sind, sind beide ein Gewinn für die Mannschaft», kommentierte Magath.

Hargreaves ist sogar ein Mann für die Startelf in Dortmund. «Er ist vom Typ her konditionsstark», so der Coach. Hargreaves selbst will sich nicht unter Zeitdruck setzen. «Ob es bis zum ersten Spiel reicht, ist nicht so entscheidend.» Der englische Nationalspieler will das im September gebrochene Bein am Montag noch einmal von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kontrollieren lassen.

Kampf um die Startplätze
Sollte Hargreaves fit werden, dürfte er im Mittelfeld mit Mark van Bommel, Bastian Schweinsteiger und Sebastian Deisler erste Wahl sein. Auch in der Abwehrreihe vor Torhüter Oliver Kahn sind drei Plätze an Daniel van Buyten, Philipp Lahm und Willy Sagnol vergeben. Bei Sagnol ist allerdings eine alte Wadenverletzung wieder aufgebrochen, die ihn zu einer Trainingspause zwingt. Dem bislang gesetzten Brasilianer Lucio macht der Argentinier Martin Demichelis den Platz streitig.

Im Fokus aber steht der Sturm, in dem der wieder treffsichere Makaay, mit neun Toren erfolgreichster Bayern-Torschütze in der Bundesliga-Hinrunde, die Nase vorne hat. Roque Santa Cruz scheint derzeit chancenlos. Bleiben Pizarro, der auch um einen neuen Vertrag spielt, und Podolski, der nach dem Urlaub frisch wirkt und Gas gibt: «Ich kann jetzt die komplette Vorbereitung mitmachen. Ich will richtig angreifen», sagte der Nationalspieler.

Im Flieger nach München nahm am Sonntag überraschend auch Ali Karimi Platz. Die Rückkehr des Iraners zu seinem Ex-Club Al Ahli Dubai ging bis zur Abreise der Bayern nicht über die Bühne. (dpa)