10.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Aaron Hunt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der europäische Fußball-Verband hat den Bremer Aaron Hunt wegen angeblicher rassistischer Ausfälle im U-21-Spiel gegen England für zwei Länderspiele gesperrt. Der DFB und Werder erwägen Protest.
Werder Bremen und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwägen einen Einspruch gegen die Sperre von Aaron Hunt. Der Junioren-Nationalspieler war von der Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) wegen grob unsportlichen Verhaltens für zwei internationale Spiele des DFB gesperrt worden. Die Sperre gilt jedoch nicht für die Champions League. Der Bremer Bundesliga- Profi soll beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen «U-21» gegen England (0:2) am 10. Oktober in Leverkusen zwei englische Spieler beleidigt haben.
Hunt widerspricht«Wenn wir die Begründung des Urteils haben, werden wir uns mit dem DFB beraten», erklärte Werder Bremens Mediendirektor Tino Polster auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Hunt hat nach der Zustellung des Urteils drei Tage Zeit, um Berufung einzulegen.
Nach Darstellung der Engländer soll der 20-jährige Stürmer die Spieler Micah Richards und Anton Ferdinand in rassistischer Form beleidigt haben. Hunt hatte bei einer Anhörung durch die Uefa dieser Darstellung widersprochen. «Ich habe keine rassistischen Ausdrücke gebraucht. Natürlich hat es in diesem Spiel von beiden Seiten einige heftige verbale Auseinandersetzungen gegeben, aber so etwas passiert in jedem Spiel», sagte Hunt. Der DFB hatte auf Freispruch plädiert. (nz)