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Tinga rettet BVB Punkt in Nürnberg

28. Okt 2006 17:48
Robert Vittek (l.) und Dede
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Dank des späten Tores von Tinga hat BVB-Coach Trainer Bert van Marwijk den Kopf wohl noch einmal aus der Schlinge gezogen. Den 1.FC Nürnberg tröstet, nun als einziges Team noch ungeschlagen zu sein.

Dank eines späten Treffers des Brasilianers Tinga ist bei Borussia Dortmund die Welt zunächst wieder in Ordnung und Trainer Bert van Marwijk vorerst aus der Schusslinie geraten. Vier Tage nach der Pokalblamage gegen Hannover 96 verpasste der BVB mit dem 1:1 (0:0) beim 1. FC Nürnberg den erhofften Befreiungsschlag, zeigte aber mit einer engagierten Leistung den möglichen Weg aus der Krise auf. Tinga (87.) rettete Dortmund mit seinem ersten Bundesligator einen Punkt, nachdem der Tunesier Jawhar Mnari (59.) den «Club» vor 46 229 Zuschauern per Foulelfmeter in Führung geschossen hatte. Nürnberg ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen, musste sich aber nun schon im siebten Spiel in Serie mit einem Remis begnügen.

Im tempogeladenen Schlagabtausch zwischen zwei offensiv ausgerichteten Teams fielen trotz zahlreicher Torsituationen schon vor der Pause erst im zweiten Durchgang die Treffer. Nach einer unglücklichen Aktion des Schweizers Philipp Degen gegen den eingewechselten Marek Mintal entschied Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) auf Foulelfmeter, den der Tunesier Mnari sicher verwandelte. Doch Tinga verhinderte Nürnbergs ersten Sieg gegen Dortmund seit dem 3. April 1992 (2:1), als er in der Schlussphase den Ausgleich für die Dortmunder erzielte. Zuvor hatte Robert Vittek (75.) die große Chance auf das 2:0 für die Franken vergeben.

Pienaar auf der Bank

Während FCN-Trainer Hans Meyer auf personelle Änderungen verzichtete, reagierte BVB-Coach van Marwijk auf die zuletzt enttäuschenden Leistungen von Neuzugang Steven Pienaar und ersetzte den Südafrikaner in der Startelf durch den Brasilianer Tinga. Das erste Ausrufezeichen der Partie setzte «Club»-Stürmer Markus Schroth, der 28 Sekunden nach dem Anpfiff das 1:0 auf dem Fuß hatte. Ähnlich stürmisch wie die Franken startete auch Dortmund. Nelson Valdez und Ebi Smolarek beschäftigten Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer. Der BVB zeigte aber auch Nerven. Mit einem schlampigen Rückpass brachte Dede (4.) seinen Keeper Weidenfeller in höchste Not.

In der rasanten Partie mit packenden Offensivaktionen auf beiden Seiten verstärkte Nürnberg nach 20 Minuten kurzfristig den Druck und erspielte sich durch Jan Polak (21.) und Glauber (23.), dessen Kopfball Dede von der Torlinie köpfte, gute Möglichkeiten. Aber Dortmund agierte konzentriert in der Abwehr, blieb mit dem quirligen Valdez auch im Spiel nach vorne gefährlich und stellte die nicht sichere «Club»-Abwehr vor einige Probleme. «Sie spielt sehr engagiert», stellte BVB-Manager Michael Zorc seiner Mannschaft zur Pause ein gutes Zeugnis aus. (nz)


 
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