02. Okt 2006 15:16
Gerald Asamoah und seine Familie haben mit rassistischen Beleidigungen zu kämpfen. Der jüngste Vorfall habe dem Deutschland-Bild in Afrika sehr geschadet, beklagt der Schalker Stürmer - und droht mit Konsequenzen.
Der nach einem Beinbruch zu einer mehrmonatigen Zwangspause gezwungene Angreifer war Anfang September im Pokalspiel bei Hansa Rostocks Amateuren von den Heimfans wegen seiner Hautfarbe mit Schmährufen massiv beleidigt worden. Der Verein war daraufhin nach den neuen verschärften Fifa-Bestimmungen zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro und einer Platzsperre verurteilt worden.«Dieser Moment, wo es klick macht im Kopf, der ist entsetzlich. Ich war für ein paar Sekunden völlig leer. Es hat unfassbar wehgetan», sagte Asamoah. Auch seine Familie sei von den Ereignissen betroffen. «Das Schlimmste ist, dass meine Frau das ja auch mitbekommt. Die Familie. Es kommt im Fernsehen, alle sind aufgeregt», sagte der 27-Jährige. Asamoah begrüßte konsequentes Vorgehen gegen rassistische Aktionen. Man müsse das Thema hoch hängen, «um auch Idioten immer wieder zu zeigen, dass wir Farbige Menschen sind.»