29. Aug 2006 15:24
HSV-Verteidiger Thimothee Atouba hat den Vorstand seines Vereins scharf kritisiert. Sein Club-Kollege Collin Benjamin bekam derweil vom DFB-Sportgericht eine Sperre aufgebrummt.
«Sie haben mir seit Mai vier Mal einen neuen Vertrag versprochen und das Versprechen immer wieder gebrochen», sagte der Publikumsliebling. «Wenn ich nächste Woche nach Hamburg zurückkomme, wird alles anders sein als vorher. Ich kenne jetzt den Präsidenten und den Sportdirektor. Sie denken nur ans Geschäft und ans Geld.» Sportchef Dietmar Beiersdorfer will die Kritik so nicht stehen lassen: «Atouba hat fünf Minuten über den neuen Vertrag nachgedacht und dann abgelehnt. Das Thema ist durch. Er hat noch drei Jahre Vertrag.» Über sein Verhalten mit Vorwürfen in der Öffentlichkeit will Beiersdorfer mit Atouba Klartext reden und erwägt eine Geldstrafe: «Wenn er drei Mal die Linie hoch und runter läuft, will er mehr Geld. In Basel und Tottenham war es ähnlich.»
In der Zwischenzeit hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) HSV-Profi Collin Benjamin am Dienstag wegen rohen Spiels für drei Meisterschaftsspiele gesperrt. Der 28-Jährige war am Sonntag im Spiel gegen Herta BSC Berlin nach einem Foul an Yildiray Bastürk vom Platz gestellt worden. Benjamin fehlt damit ebenso wie Guy Demel gegen Dortmund, Bremen und Frankfurt. Erst am siebten Spieltag gegen Schalke 04 sind beide wieder spielberechtigt. Der HSV hat das Urteil akzeptiert. (nz)