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Werder gewinnt erstmals Liga-Pokal

05. Aug 2006 19:58, ergänzt 20:20
Matchwinner Ivan Klasnic
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Der SV Werder Bremen hat sich im Finale des Liga-Pokal als ernstzunehmender Bayern-Konkurrent präsentiert. Ein Stürmer machte besonders von sich reden.

Werder Bremen hat durch einen Tore-Doppelpack von Ivan Klasnic seine großen Ambitionen für die neue Bundesliga-Saison unterstrichen und erstmals den Ligapokal gewonnen. Die Hanseaten setzten sich am Samstag im Finale in Leipzig mit 2:0 (1:0) gegen den FC Bayern München durch und entschieden den ersten Schlagabtausch der Meisterfavoriten klar für sich. Eine Woche vor dem Punktspiel-Start erzielte Klasnic (29./66. Minute) vor 41.300 Zuschauern im Zentralstadion beide Tore und sicherte den Bremern damit neben der sechseckigen Ligapokal-Trophäe auch zwei Millionen Euro Preisgeld.

Werder wirkt frischer

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Auch ohne Nationalspieler Tim Borowski (Rückenschmerzen) und Kapitän Frank Baumann (Grippe) waren die Bremer deutlich frischer und eingespielter als die Münchner, die erstmals eine Niederlage in einem Ligapokalfinale hinnehmen mussten. Bayern-Trainer Felix Magath bot mit Oliver Kahn im Tor und Roque Santa Cruz auf der Position des abgewanderten Michael Ballack eine Formation auf, die auch kommenden Freitag den Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund bestreiten könnte. Den möglichen sechsten Ligapokal-Erfolg schaffte die Auswahl aber nicht.

Der zuletzt nicht mehr gesetzte Klasnic gab sich trotz seiner Treffer nach der Partie gelassen. «Ich bin Stürmer. Ich muss Tore schießen, das habe ich heute getan», sagte er. Deutlich euphorischer zeigte sich Torsten Frings: «Wir waren nicht nur heißer, wir waren auch die bessere Mannschaft. Das war schon nicht so schlecht», sagte der Nationalspieler. «Es ist noch nicht alles perfekt, aber wir sind auf einem guten Weg», sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. Wir haben uns zu wenig durchsetzen können. Die Bremer waren besser drauf und sind Mitfavorit für den Titel», sagte Magath mit einem Blick auf die bevorstehende Saison.

«Man merkt, dass wir noch erhebliche Defizite im Sprint haben», sagte Uli Hoeneß schon in der Halbzeit. Die mangelnde Abstimmung gerade im Mittelfeld bemängelte der Bayern-Manager. «Es gibt keine Automatismen. Das muss noch eingespielt werden.» Gerade Santa Cruz fehlte in der Schaltzentrale die Bindung zu seinen Kollegen. Pech hatten die Münchner allerdings, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) das mögliche erste Bayern-Tor von Lukas Podolski (23.) wegen angeblichen Abseits nicht anerkannte.

Klose und Klasnic harmonieren

Wie wichtig ein gut eingespieltes Sturmduo ist, bewiesen Miroslav Klose und Klasnic - der den Vorzug vor Mohamed Zidan bekam - beim sehenswerten Führungstor. Einen von WM-Torschützenkönig Klose vorgetragenen Konter schloss der Kroate mit einem Schuss aus 15 Metern ab. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hätte Frank Fahrenhorst (42.) beinahe per Kopfball schon erhöht.

Magath reagierte in der Pause und wechselte seine müden WM-Fahrer Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Podolski aus. Besser wurde das Bayern-Spiel aber auch mit Julio dos Santos, Hasan Salihamidzic und Andreas Ottl nicht. Ein Schuss aus acht Metern von Salihamidzic (56.) blieb lange die einzige gefährliche Situation. Auf der Gegenseite erzielte Klasnic per Freistoß aus knapp 20 Metern seinen zweiten Treffer. Kahn machte bei dem nicht unbedingt platzierten Schuss aber keine gute Figur. (nz)

 
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