netzeitung.deWerder Bremen und die Vogelgrippe

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Spieler von Werder Bremen auf dem Trainingsplatz. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Spieler von Werder Bremen auf dem Trainingsplatz.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Vorbereitung mit Vorsicht: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hält in der Türkei sein Trainingslager ab und informierte sich deshalb beim Robert-Koch-Institut.

Jeden Morgen wiederholt sich das Procedere. Gleich nach dem Aufstehen schaltet Klaus Allofs den Fernseher ein, um sich über die Nachrichtenlage in Bezug auf die Vogelgrippe zu informieren. «Wir sind sehr wachsam. Doch es besteht keine Gefahr», sagt der Sportdirektor von Fußball-Bundesligist Werder Bremen, der sich momentan im Süden der Türkei auf die Rückrunde vorbereitet.
Entwarnung aus Deutschland
Die Hanseaten - seit gut einer Woche in der Touristen-Hochburg Belek - haben reagiert, als sich die alarmierenden Meldungen über die nun auch in der Hafenstadt Kusadasi geortete Vogelgrippe häuften. Der Manager telefonierte mit der Heimat, informierte sich beim Robert-Koch-Institut in Berlin sowie beim Auswärtigen Amt.

Ähnlich handelten auch die Offiziellen des MSV Duisburg, der am Dienstag in der Golf-Hochburg Belek ankam, sowie der Dortmunder Borussia, die sich im gut 100 Kilometer entfernten Kemer auf der anderen Seite des Golfs von Antalya einquartiert hat. «Wir sind nicht nur vorsichtig, sondern geradezu übervorsichtig», betonte Michael Zorc, Allofs' Kollege bei den Westfalen.

Aus Deutschland kam Entwarnung. Ein Aufenthalt in diesen Regionen, so die befragten Virologen, sei ungefährlich, wenn man sich an bestimmte Regeln halte. Und das Außenministerium, teilte Allofs mit, habe keine Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Jedenfalls dachte keiner der in die Türkei gereisten deutschen Clubs, zu denen auch die Zweitligisten Karlsruher SC, SpVgg Unterhaching, Dynamo Dresden und Energie Cottbus zählen, an eine sofortige Abreise.

Tipps zur Ernährung
Die Sofortmaßnahme bei allen Vereinen sah so aus: Die Mannschaftsärzte wie beispielsweise der Bremer Dr. Götz Dimanski gaben Empfehlungen ab: «Wer sich daran hält, dem kann nichts passieren.» Dazu gehörten auch Tipps zur Ernährungsweise, obwohl gekochtes Geflügel weiterhin als ungefährlich eingestuft werden kann.

Doch die meisten Spieler haben ihren Speiseplan umgestellt. So berichtete Werder-Nationalspieler Patrick Owomoyela über seine veränderten Essgewohnheiten: «Am Buffet mache ich einen großen Bogen um Geflügelfleisch.» Torsten Frings geht das nicht anders, aber «manchmal ist es mir dann doch mal passiert».

Und die zuvorkommenden Hotel-Manager haben auch gehandelt. In der Anlage, in der Werder sich aufhält, ist das an den ersten Tagen neben dem Trainingsplatz umherlaufende Federvieh inzwischen weggesperrt worden. Das trug zur Beruhigung bei. Total normal ist die Situation aber dennoch nicht. «Etwas komisch war es schon, wenn man die Nachrichten verfolgt hat», gestand Werders Kapitän Frank Baumann. (nz)

Entwarnung aus Deutschland
Die Hanseaten - seit gut einer Woche in der Touristen-Hochburg Belek - haben reagiert, als sich die alarmierenden Meldungen über die nun auch in der Hafenstadt Kusadasi geortete Vogelgrippe häuften. Der Manager telefonierte mit der Heimat, informierte sich beim Robert-Koch-Institut in Berlin sowie beim Auswärtigen Amt.

Ähnlich handelten auch die Offiziellen des MSV Duisburg, der am Dienstag in der Golf-Hochburg Belek ankam, sowie der Dortmunder Borussia, die sich im gut 100 Kilometer entfernten Kemer auf der anderen Seite des Golfs von Antalya einquartiert hat. «Wir sind nicht nur vorsichtig, sondern geradezu übervorsichtig», betonte Michael Zorc, Allofs' Kollege bei den Westfalen.

Aus Deutschland kam Entwarnung. Ein Aufenthalt in diesen Regionen, so die befragten Virologen, sei ungefährlich, wenn man sich an bestimmte Regeln halte. Und das Außenministerium, teilte Allofs mit, habe keine Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Jedenfalls dachte keiner der in die Türkei gereisten deutschen Clubs, zu denen auch die Zweitligisten Karlsruher SC, SpVgg Unterhaching, Dynamo Dresden und Energie Cottbus zählen, an eine sofortige Abreise.

Tipps zur Ernährung
Die Sofortmaßnahme bei allen Vereinen sah so aus: Die Mannschaftsärzte wie beispielsweise der Bremer Dr. Götz Dimanski gaben Empfehlungen ab: «Wer sich daran hält, dem kann nichts passieren.» Dazu gehörten auch Tipps zur Ernährungsweise, obwohl gekochtes Geflügel weiterhin als ungefährlich eingestuft werden kann.

Doch die meisten Spieler haben ihren Speiseplan umgestellt. So berichtete Werder-Nationalspieler Patrick Owomoyela über seine veränderten Essgewohnheiten: «Am Buffet mache ich einen großen Bogen um Geflügelfleisch.» Torsten Frings geht das nicht anders, aber «manchmal ist es mir dann doch mal passiert».

Und die zuvorkommenden Hotel-Manager haben auch gehandelt. In der Anlage, in der Werder sich aufhält, ist das an den ersten Tagen neben dem Trainingsplatz umherlaufende Federvieh inzwischen weggesperrt worden. Das trug zur Beruhigung bei. Total normal ist die Situation aber dennoch nicht. «Etwas komisch war es schon, wenn man die Nachrichten verfolgt hat», gestand Werders Kapitän Frank Baumann. (nz)