06.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ralf Rangnick
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Ralf Rangnick betrachtet den Aufstieg seines früheren Assisten Mirko Slomka zum Schalke-Trainer mit gemischten Gefühlen. Auch für seinen Ex-Klub hat der Schwabe einen kritischen Kommentar parat.
Ralf Rangnick betrachtet die Beförderung seines ehemaligen Assistenten Mirko Slomka zum neuen Chefcoach des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 voller Skepsis. «Ich weiß nicht, ob ihm klar war, dass er da für sechs Monate die Notlösung ist», sagte Rangnick in einem Interview mit dem Kölner «Express». Und weiter: «Ich wundere mich schon, schließlich hat er das Theater die letzten vierzehn Monate ja mitbekommen.»
Slomka selbst hatte am Tag seiner Beförderung erklärt, dass er mit Rangnick telefoniert und dieser ihm seinen Glückwunsch ausgesprochen habe. «Er hat gesagt, dass dies nicht nur eine gute, sondern die beste Lösung ist», hatte Slomka berichtet.
Bereits bei 96 unter Rangnick gearbeitetRangnick war beim deutschen Vizemeister am 12. Dezember 2005 beurlaubt worden. Bereits während seines Engagements bei Hannover 96 von 2001 bis 2003 hatte er Slomka als Co-Trainer an seiner Seite. Für die Zukunft schloss Rangnick aus, noch einmal gemeinsam mit Slomka einen Proficlub zu trainieren. «Es ist klar, dass wir nie wieder zusammenarbeiten werden. Wenn ich einen neuen Job antrete, dann mit einem anderen Assistenten», kündigte Rangnick an.
Auch gegen seinen ehemaligen Verein trat der 47 Jahre alte Schwabe verbal nach: «Gerade bei Schalke muss man sich die Frage stellen: Wollte da vielleicht keiner hin?» Schließlich seien ja derzeit einige gute Trainer auf dem Markt. Damit spielte Rangnick auf die Absagen von Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer an. (nz)