06. Jan 2006 11:38, ergänzt 13:12
Die Gastspielreise des FC Bayern in den Iran hat einige Kritik hervorgerufen. Manager Uli Hoeneß hat den Trip verteidigt und landete damit in den Top-News des staatlichen Fernsehens.
Der Tagestrip des FC Bayern am 13. Januar aus seinem Trainingslager in Dubai in den Iran war öffentlich hinterfragt worden. Hintergrund ist die Diskussion um antisemitische Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Danach hatte es Forderungen gegeben, den Iran von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland auszuschließen. Keine Nationalmannschaft Europas war seither bereit, ein Länderspiel gegen den Iran zu vereinbaren.Die Bayern spielen gegen Persepolis Teheran, den Ex-Club des iranischen Nationalspielers und Bayern-Profis Ali Karimi. Dass die Münchner für die Partie vom Verein und nicht von staatlicher Seite eingeladen worden sind, wurde in den iranischen Medien nicht erwähnt.
Den Bayern droht nun eine weitere Vereinnahmung. «Mit dem Gastspiel von Bayern München in Teheran werden viele Diskussionen, die mit Fußball nichts zu tun haben, ausgeräumt», sagte der Persepolis-Vorsitzende, Mohammad-Hassan Ansarifard, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ISNA. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Iran und europäischen Teams meinte er: «Das Spiel ist auch ein Beweis dafür, dass es keine Probleme gibt.» (nz)