MSV-Trainer Meier sorgt für Eklat
06.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Für den Ausgleich sorgte Lukas Podolski, der ebenfalls seinen vierten Treffer erzielte (30.). Während Duisburg Vorletzter bleibt, verdrängte Köln die punktgleichen Nürnberger vom 15. Rang.
«Die Szene war natürlich unschön», sagte Duisburgs Vereinschef Walter Hellmich, nahm seinen Trainer aber auch in Schutz: «Meier ist einer der Ruhigsten überhaupt». Rapolder wurde nach dem Studium der Fernsehbilder deutlicher. «Natürlich kann man in so einem Spiel mal die Nerven verlieren, aber sich dann fallen zu lassen, ist nicht in Ordnung», sagte er. «So eine Situation habe ich noch nicht erlebt.»
Der MSV begann im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Bremen mit nur einer Änderung, Carsten Wolters für Peter van Houdt. Rapolder brachte in Dimitrios Grammozis, Christian Rahn und Matthias Scherz, der sein 100. Spiel für Köln absolvierte, drei Neue und stellte sein Team weitgehend um. Der nach seinem Ellbogencheck gegen Guy Demel vom Hamburger SV für vier Spiele gesperrte Özalan Alpay verfolgte das Spiel vom Kölner Fanblock aus. «Das war seine Idee», sagte Manager Andreas Rettig, «das zeigt, dass er sich dem Verein verbunden fühlt».
Danach kam Köln besser ins Spiel und hatte durch Podolski (11.) und einen 20-Meter-Schuss von Grammozis (20.) zwei gute Möglichkeiten. In der 30. Minute profitierte Podolski von einem Stellungsfehler Uwe Möhrles, der sich bei einem langen Ball von Rahn verschätzte. Podolski legte den Ball an MSV-Torhüter Georg Koch vorbei und schob ins leere Tor ein. Zwei Minuten später sah der Nationalspieler jedoch die fünfte Gelbe Karte und ist am Sonntag in Bremen gesperrt.
Nach der Pause nahm Duisburg in einer weitgehend zerfahrenen Partie das Heft zunächst wieder in die Hand. Alexander Meyer (51.) und der starke Ex-Kölner Lottner (58.) verfehlten das Tor jedoch knapp. Die gegen Spielende deutlich stärkeren Kölner hatten zwischen der 70. und 75. Minute durch Streit sowie zwei Mal Scherz noch drei hochkarätige Möglichkeiten. Doch am Ende blieb es beim verdienten Unentschieden. (nz)

