03. Dez 2005 12:46, ergänzt 17:46
Der FC Bayern ist ohne Manager Uli Hoeneß nicht denkbar. Und diese Kombination wird auch weiterhin Bestand haben.
Uli Hoeneß will auch weiter Manager beim FC Bayern München bleiben. «Für mich war es auf jeden Fall nie ein Thema, zu einem anderen Verein zu gehen. Alles, was ich geworden bin, bin ich durch den FC Bayern geworden. Und um das jetzt zu beenden, sage ich noch, dass ich meinen Vertrag in München mündlich bereits verlängert habe», erklärte Hoeneß in einem Interview mit der «Stuttgarter Zeitung». Nach dem 0:0 des FC Bayern beim VfB Stuttgart sagte Hoeneß zu der Vertragsverlängerung: «Das ist nicht so wichtig. Das werden bei Gelegenheit bekannt geben, wenn die Verträge unterschrieben sind.»Ein weiteres Engagement über 2006 hinaus hatte der erfolgreichste Manager der Fußball-Bundesliga immer von Franz Beckenbauers Zukunftsplänen abhängig gemacht. Der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Bayern hatte erst am Mittwoch erneut sein Interesse an einer Übernahme des Präsidentenpostens bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) unterstrichen, falls der derzeitige Amtsinhaber Lennart Johansson im Jahr 2007 wie angekündigt auf eine Wiederwahl verzichtet.
Hoeneß warf zudem der Führung des VfB Stuttgart mangelnde Unterstützung für Trainer Giovanni Trapattoni vor. «Die Verantwortlichen tun meiner Meinung nach zu wenig, um Trapattoni zu schützen und zu stützen», sagte er vor dem Aufeinandertreffen der beiden Clubs. Als Manager, so Hoeneß weiter, habe er immer versucht, dem Trainer zu helfen und er sei beispielsweise mit zu den Pressekonferenzen gegangen. «Aus der Distanz betrachtet stelle ich fest, dass beim VfB von dieser Bereitschaft nicht viel zu spüren ist.» Als in Stuttgart dann die Ergebnisse nicht gestimmt haben, sei der Club schnell von ihm abgerückt. «Das finde ich schade», sagte Hoeneß.Auch Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des Tabellenführers, forderte mehr Rückendeckung für den früheren Coach des FC Bayern. «Trapattoni braucht Zeit. Ich muss ihnen offen und ehrlich sagen, es war ein mutiger, aber auch ein richtiger Schritt des VfB diesen Trainer zu holen», sagte Rummenigge den «Stuttgarter Nachrichten». «Aber man muss jetzt in Stuttgart Geduld haben. Trapattoni braucht Zeit, aber es zahlt sich aus zu warten.» (nz)