29. Jan 2005 16:53
Der Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat eine Beteiligung seiner Spieler am Wettbetrug zurückgewiesen. Die belasteten Spieler haben eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben.
Hertha BSC hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass Spieler des Vereins am Wettbetrug beteiligt gewesen sind. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazin «Focus» hatten zwei der bei einer Razzia am Freitagabend Festgenommenen die Hertha-Spieler Nando Rafael, Josip Simunic und Alexander Madlung belastet. Sie sollen ebenfalls Gäste in dem Lokal gewesen sein, in dem Schiedsrichter Robert Hoyzer Wettmanipulationen besprochen haben. Dazu teilte Hertha BSC am Samstagnachmittag in einer Pressemitteilung mit:
«Hiermit erklärt Fußball-Bundesligist Hertha BSC, dass keiner der Spieler im Zusammenhang mit den derzeit öffentlich diskutierten Wettmanipulationen steht. Sämtliche drei genannten Spieler haben gegenüber dem Verein versichert und darüber hinaus an Eides statt erklärt, dass sie mit derartigen Wettmanipulationen nichts zu tun haben. Es ist lediglich zutreffend, dass sich zwei der Spieler bis vor etwa eineinhalb Jahren im Café King sporadisch aufgehalten haben. Ein intensiver Kontakt zu den verdächtigen Besitzern bzw. Geschäftsführern bestand jedoch nie.
Darüber hinaus stellt Hertha BSC fest, dass kein Spieler auf das Pokalspiel Eintracht Braunschweig gegen Hertha BSC am 22. September 2004 gewettet hat. Sämtliche drei Spieler haben anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen und werden sich gegen die verleumderische Berichterstattung mit sämtlichen ihnen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln zur wehr setzen. Gleiches gilt soweit die Berichterstattung unmittelbar Hertha BSC bzw. seine Funktionäre betrifft.»