10.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Von Beginn an hat der Stadion-Neubau der «Allianz-Arena» für Unruhe gesorgt. Die Chronologie in der Netzeitung. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } September 1997 Der Verwaltungsbeirat des FC Bayern München stimmt unter Vorsitz des bayerischen Ministerpräsidenten und Bayern-Mitgliedes Edmund Stoiber (CSU) für den Bau eines eigenen Fußball-Stadions. 500 Millionen Mark werden veranschlagt. Dezember 1997 bis Dezember 1999 Ein Umbau des Olympiastadions wird verworfen. In München-Riem soll eine neue Arena entstehen. Januar 2000 bis Dezember 2000 Alle Parteien einigen sich auf den Neubau einer reinen Fußball-Arena. Acht weltbekannte Architekten bewerben sich um den Bau des Stadions. Schüssel für die Bayern Januar 2001 bis September 2001 Fröttmaning im Münchner Norden wird als Standort für das neue Stadion gewählt. Fröttmaning wird Standort für neues Fußballstadion Oktober 2001 Bei einem Bürgerentscheid stimmen die Münchner mit Zwei-Drittel-Mehrheit für den Bau des neuen Stadions. Der Stadtrat beschließt den Bau einstimmig und erklärt sich zur Übernahme der Kosten für die Infrastruktur bereit. München bekommt ein neues Stadion Dezember 2001 Die FC Bayern München AG und die TSV München von 1860 GmbH gründen die Münchner Stadion GmbH. Gesellschafter sind die beiden Vereine zu je 50 Prozent. Geschäftsführer der GmbH sind Karl-Heinz Wildmoser junior und der ehemalige Bayern-Präsident Fritz Scherer. 8. Februar 2002 Der FC Bayern und der TSV 1860 München entscheiden sich für das Modell der Architekten Herzog/de Meuron. Die Allianz AG wird Namensgeber für das Stadion. München bekommt «Allianz Arena» 21. Oktober 2002 Offizieller Baubeginn. Die Grundsteinlegung wird unter anderem mit einer Lasershow gefeiert. Grundstein für Münchner WM-Arena gelegt 4. Dezember 2003 Die Organisationskommission des Fußball- Weltverbandes (FIFA) legt den Spielplan für die WM 2006 fest: In der Münchner «Allianz Arena» finden mit dem Eröffnungsspiel, drei Vorrundenspielen, einem Achtelfinale und einem Halbfinale insgesamt sechs Spiele statt. Finale der Fußball-WM 2006 in Berlin Daten der zwölf WM-Städte 3. März 2004 Fritz Scherer tritt als Geschäftsführer der Stadion GmbH zurück. Er gibt persönliche Gründe für den Rücktritt an. 9. März 2004 Karl-Heinz Wildmoser und sein Sohn werden in München unter dem Vorwurf der Korruption verhaftet. Sie sollen Details aus der Ausschreibung an die Baufirma Alpine Bau Deutschland GmbH, die dann den Zuschlag erhielt, weitergegeben und dafür 2,8 Millionen Euro kassiert haben. Scherer bestreitet, wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten seinen Rücktritt eingereicht zu haben. Wildmosers Anwalt Guido Kambli beteuert die Unschuld des Präsidenten von 1860. Karl-Heinz Wildmoser verhaftet 10. März Karl-Heinz Wildmoser sen. lässt sein Amt als Präsident von 1860 München ruhen. Ein Mitarbeiter von Wildmosers Immobilienfirma in Dresden legt ein umfassendes Geständnis ab und wird freigelassen. Karl-Heinz Wildmoser jun. wird dem Haftrichter vorgeführt. Teile der Vermögens der beiden Beschuldigten werden gepfändet. Hans Zehetmair erklärt sich zur Nachfolge als Präsident von 1860 München bereit. Karl-Heinz Wildmoser jun. entlastet in einem Geständnis seinen Vater. Wildmoser lässt Präsidenten-Amt ruhen Mitarbeiter von Wildmoser legt umfassendes Geständnis ab 11.März Die Anwälte von Karl-Heinz Wildmoser senior fordern nach dem Geständnis des Sohnes die Freilassung des Vaters. Die Staatsanwaltschaft hegt aber noch Zweifel. Staatsanwalt hält Anfangsverdacht gegen Wildmoser aufrecht Nachfolger-Debatte spaltet 1860 München Stadion-Affäre ohne Auswirkungen auf Leipziger Olympiabewerbung 12. März Karl-Heinz Wildmoser senior sagt vor der Staatsanwaltschaft aus. Karl-Heinz Wildmoser junior wird als Geschäftsführer der Allianz-Arena Stadion GmbH abberufen. Karl-Heinz Wildmoser senior wird am Nachmittag gegen Zahlung von 200.000 Euro Kaution aus der Haft entlassen. Wildmoser kommt frei Wildmoser will aussagen Wildmoser gegen Kaution entlassen 15. März Der FC Bayern München kündigt an, Klage gegen Karl-Heinz Wildmoser junior einreichen zu wollen. Karl-Heinz Wildmoser senior erklärt nach einer Aufsichtsratssitzung am Abend seinen Rücktritt als Präsident von 1860 München. Karl Auer wird zu seinem Nachfolger bestimmt. Wildmoser wird zum Abschied bespuckt Wildmoser erklärt Rücktritt 16. März Die Baufirma Alpine gibt Zahlungen an Informanten zu. Baufirma gibt Zahlungen für Münchner Stadion-Neubau zu 17. März: Bayern München kündigt Klage gegen die Baufirma «Alpine» an. Auch der Freistaat Bayern will Auftragsvergaben an das österreichische Unternehmen überprüfen. Wunsch-Manager Rolf Rüssmann sagt dem TSV 1860 München ab. Bayern München klagt gegen Baufirma 18. März Alpine-Chef Dietmar Aluta-Oltyan hat die Zahlungen im Münchner Stadion-Schmiergeldskandal als völlig rechtmäßig bezeichnet. Er bestätigte Zahlungen an Stefan Dung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Alpine-Chef: Zahlungen waren rechtmäßig 19. März Auch Oliver Bierhoff erteilt den Löwen eine Absage. Bierhoff sagt TSV 1860 München ab 22. März Walter Leidecker wird zum Nachfolger von Karl-Heinz Wildmoser junior als Geschäftsführer der Allianz-Arena Stadion GmbH ernannt. Stadion GmbH hat neuen Geschäftsführer 23. März Karl-Heinz Wildmoser senior tritt von seinem Amt als Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurück. Auch seinen Posten im Aufsichtsrat legt der ehemalige Löwen-Präsident von sich aus nieder. Wildmoser zieht sich aus DFL zurück 30. März Der Schulfreund von Karl-Heinz Wildmoser junior wird nach umfangreicher Aussage aus der Haft entlassen. Wildmoser-Schulfreund aus Haft entlassen 18. Mai Die Münchner Staatsanwaltschaft spricht Karl-Heinz Wildmoser Senior des Verdachts der Bestechlichkeit frei. Ermittlungen gegen Wildmoser senior eingestellt 26. August Gegen Karl-Heinz Wildmoser jr. erhebt die Staatsanwaltschaft München Anklage. Dem Sohn von Karl-Heinz Senior wird Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Wildmoser junior wegen Betrugs angeklagt 28. September Karl-Heinz Wildmoser jr. steht eine weitere Klage bevor. Bayern München und der TSV 1860 München, die Gesellschafter der Stadion GmbH, fordern vom Sohn des früheren Präsidenten der «Löwen» insgesamt 2.812.094,82 Euro plus Zinsen. Das ist etwa die Summe, die Wildmoser jr. als Schmiergeld kassiert haben soll. Stadion GmbH verklagt Wildmoser jr. 30. November Der Prozess gegen Karl-Heinz Wildmoser jr. beginnt. Zu Beginn bestritt Wildmosers Anwalt Wolf-Rüdiger Bub jegliche Bestungsvorwürfe. Sein Mandant habe bereits vor seiner Berufung zum Stadion-Geschäftsführer eine Provisionsvereinbarung mit der Firma Alpine getroffen. Wildmoser jr. bestreitet Bestechungsvorwürfe (nz)
September 1997 Der Verwaltungsbeirat des FC Bayern München stimmt unter Vorsitz des bayerischen Ministerpräsidenten und Bayern-Mitgliedes Edmund Stoiber (CSU) für den Bau eines eigenen Fußball-Stadions. 500 Millionen Mark werden veranschlagt.
Dezember 1997 bis Dezember 1999Ein Umbau des Olympiastadions wird verworfen. In München-Riem soll eine neue Arena entstehen.
Januar 2000 bis Dezember 2000 Alle Parteien einigen sich auf den Neubau einer reinen Fußball-Arena. Acht weltbekannte Architekten bewerben sich um den Bau des Stadions.
Januar 2001 bis September 2001Fröttmaning im Münchner Norden wird als Standort für das neue Stadion gewählt.
Oktober 2001Bei einem Bürgerentscheid stimmen die Münchner mit Zwei-Drittel-Mehrheit für den Bau des neuen Stadions. Der Stadtrat beschließt den Bau einstimmig und erklärt sich zur Übernahme der Kosten für die Infrastruktur bereit.
Dezember 2001Die FC Bayern München AG und die TSV München von 1860 GmbH gründen die Münchner Stadion GmbH. Gesellschafter sind die beiden Vereine zu je 50 Prozent. Geschäftsführer der GmbH sind Karl-Heinz Wildmoser junior und der ehemalige Bayern-Präsident Fritz Scherer.
8. Februar 2002Der FC Bayern und der TSV 1860 München entscheiden sich für das Modell der Architekten Herzog/de Meuron. Die Allianz AG wird Namensgeber für das Stadion.
21. Oktober 2002Offizieller Baubeginn. Die Grundsteinlegung wird unter anderem mit einer Lasershow gefeiert.
4. Dezember 2003Die Organisationskommission des Fußball- Weltverbandes (FIFA) legt den Spielplan für die WM 2006 fest: In der Münchner «Allianz Arena» finden mit dem Eröffnungsspiel, drei Vorrundenspielen, einem Achtelfinale und einem Halbfinale insgesamt sechs Spiele statt.
3. März 2004Fritz Scherer tritt als Geschäftsführer der Stadion GmbH zurück. Er gibt persönliche Gründe für den Rücktritt an.
9. März 2004Karl-Heinz Wildmoser und sein Sohn werden in München unter dem Vorwurf der Korruption verhaftet. Sie sollen Details aus der Ausschreibung an die Baufirma Alpine Bau Deutschland GmbH, die dann den Zuschlag erhielt, weitergegeben und dafür 2,8 Millionen Euro kassiert haben.
Scherer bestreitet, wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten seinen Rücktritt eingereicht zu haben.
Wildmosers Anwalt Guido Kambli beteuert die Unschuld des Präsidenten von 1860.
10. MärzKarl-Heinz Wildmoser sen. lässt sein Amt als Präsident von 1860 München ruhen.
Ein Mitarbeiter von Wildmosers Immobilienfirma in Dresden legt ein umfassendes Geständnis ab und wird freigelassen.
Karl-Heinz Wildmoser jun. wird dem Haftrichter vorgeführt. Teile der Vermögens der beiden Beschuldigten werden gepfändet.
Hans Zehetmair erklärt sich zur Nachfolge als Präsident von 1860 München bereit.
Karl-Heinz Wildmoser jun. entlastet in einem Geständnis seinen Vater.
11.MärzDie Anwälte von Karl-Heinz Wildmoser senior fordern nach dem Geständnis des Sohnes die Freilassung des Vaters. Die Staatsanwaltschaft hegt aber noch Zweifel.
12. MärzKarl-Heinz Wildmoser senior sagt vor der Staatsanwaltschaft aus.
Karl-Heinz Wildmoser junior wird als Geschäftsführer der Allianz-Arena Stadion GmbH abberufen.
Karl-Heinz Wildmoser senior wird am Nachmittag gegen Zahlung von 200.000 Euro Kaution aus der Haft entlassen.
15. MärzDer FC Bayern München kündigt an, Klage gegen Karl-Heinz Wildmoser junior einreichen zu wollen.
Karl-Heinz Wildmoser senior erklärt nach einer Aufsichtsratssitzung am Abend seinen Rücktritt als Präsident von 1860 München. Karl Auer wird zu seinem Nachfolger bestimmt.
16. MärzDie Baufirma Alpine gibt Zahlungen an Informanten zu.
17. März:Bayern München kündigt Klage gegen die Baufirma «Alpine» an. Auch der Freistaat Bayern will Auftragsvergaben an das österreichische Unternehmen überprüfen.
Wunsch-Manager Rolf Rüssmann sagt dem TSV 1860 München ab.
18. MärzAlpine-Chef Dietmar Aluta-Oltyan hat die Zahlungen im Münchner Stadion-Schmiergeldskandal als völlig rechtmäßig bezeichnet. Er bestätigte Zahlungen an Stefan Dung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro.
19. MärzAuch Oliver Bierhoff erteilt den Löwen eine Absage.
22. MärzWalter Leidecker wird zum Nachfolger von Karl-Heinz Wildmoser junior als Geschäftsführer der Allianz-Arena Stadion GmbH ernannt.
23. MärzKarl-Heinz Wildmoser senior tritt von seinem Amt als Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zurück. Auch seinen Posten im Aufsichtsrat legt der ehemalige Löwen-Präsident von sich aus nieder.
30. MärzDer Schulfreund von Karl-Heinz Wildmoser junior wird nach umfangreicher Aussage aus der Haft entlassen.
18. MaiDie Münchner Staatsanwaltschaft spricht Karl-Heinz Wildmoser Senior des Verdachts der Bestechlichkeit frei.
26. AugustGegen Karl-Heinz Wildmoser jr. erhebt die Staatsanwaltschaft München Anklage. Dem Sohn von Karl-Heinz Senior wird Betrug, Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen.
28. SeptemberKarl-Heinz Wildmoser jr. steht eine weitere Klage bevor. Bayern München und der TSV 1860 München, die Gesellschafter der Stadion GmbH, fordern vom Sohn des früheren Präsidenten der «Löwen» insgesamt 2.812.094,82 Euro plus Zinsen. Das ist etwa die Summe, die Wildmoser jr. als Schmiergeld kassiert haben soll.
30. NovemberDer Prozess gegen Karl-Heinz Wildmoser jr. beginnt. Zu Beginn bestritt Wildmosers Anwalt Wolf-Rüdiger Bub jegliche Bestungsvorwürfe. Sein Mandant habe bereits vor seiner Berufung zum Stadion-Geschäftsführer eine Provisionsvereinbarung mit der Firma Alpine getroffen.
(nz)