Gleichzeitig wünschte sich Rau 876 Tage vor dem Start der Fußball-WM in Deutschland eine Begeisterung im Lande, die dazu führe, dass aus «Zuschauern Fans werden». Im Rahmen eines Treffens mit Funktionären, Fans und Polizei-Vertretern im Schloss Bellevue hatte Rau am Donnerstagmorgen erklärt, «dass die Fans das Verhalten der Sicherheitskräfte oft nicht verstehen, das ihnen manches Mal im Stadion und im Umfeld des Stadions begegnet».Aufmerksam gemacht auf dieses Problem wurde der erste Mann im Staat auf seiner letzten Sommerreise durch Deutschland. Damals hatten ihn Anhänger von Borussia Dortmund von überzogenen Sicherheitsmaßnahmen bis hin zu Schikanen berichtet, denen sie trotz sinkender Gewalt in den Stadien verstärkt ausgesetzt gewesen seien. Daraufhin hatte Rau zu einem Sicherheits-Gipfel« ins Schloss Bellevue geladen. Angetan war Rau von der Einstellung der Dortmunder Schlachtenbummler, für ihren Sport zu werben und aus bloßen Zuschauern echte Fans machen zu wollen. »Auf solche Fans kann der Verein stolz sein. Sie sind das größte Kapital, das ein Verein haben kann. Sie schaffen die unvergleichbare Atmosphäre, ohne die der Fußball nicht die Attraktion wäre, die er ist.« (nz)