16. Mrz 2003 12:51
Karl-Heinz Rummenigge hat vom Fußball-Weltverband Fifa mehr Geld für Vereine gefordert, die Nationalspieler abstellen. Die WM sei für den FC Bayern ein Verlustgeschäft gewesen.
Karl-Heinz Rummenigge geht erneut auf Konfrontationskurs zum Fußball-Weltverband Fifa. Er forderte mehr Geld für die europäischen Spitzenvereine, die ihre Spieler für eine Weltmeisterschaft abstellen. «Eine WM ist ein Milliardengeschäft. Alle verdienen daran, nur die Klubs nicht. Im Gegenteil. Die letzte WM hat den FC Bayern geschätzte sechs bis sieben Millionen Euro gekostet», sagte der Vorstand von Bayern München in einem Interview mit der «Welt am Sonntag». Also sei es doch mehr als Recht, «wenn die Fifa für diesen Zeitraum die Gehälter der Spieler übernehmen würde». Rummenigge will seine Forderungen zusammen mit einer Delegation der «G 14» bei einem Treffen am Freitag mit Fifa-Präsident Sepp Blatter unterstreichen. «Ich gehe davon aus, dass sich die Fifa gegen vieles sträuben wird. Aber wir werden unsere Forderungen knallhart vorbringen. Blatter selbst hat mal den berühmten Satz geprägt: Der Klubfußball ist die Wurzel des Fußballs.» Damit habe er «des Pudels Kern getroffen».