07.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Schalke ermauert einen Punkt, Mainz marschiert
An der Spitze der Bundesliga wird es hinter Tabellenführer Leverkusen immer enger. Mainz zog mit dem fünften Heimsieg in Folge an den Bayern vorbei, denen wieder kein Sieg gelang. Wolfsburg zwang Hoffenheim in die Knie. Der FC Bayern München tritt in der ...
Der FC Bayern München tritt in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Im Spitzenspiel gegen den von Münchens Ex-Coach Felix Magath betreuten FC Schalke 04 kam der Rekordmeister am Samstag über ein mageres 1:1 nicht hinaus. Damit verpassten die Münchner (20 Punkte) ebenso wie die Schalker (22) die Chance, zumindest für einen Tag auf Tabellenplatz zwei vorzurücken. Tabellenführer Bayer Leverkusen (26), der am Freitag durch ein 4:0 über Eintracht Frankfurt eindrucksvoll seine Top-Position untermauert hatte, liegt nun schon sechs Zähler vor Bayern. Leverkusens Verfolger Werder Bremen und Hamburger SV (je 22) greifen wie «Schlusslicht» Hertha BSC (4) erst am Sonntag ins Geschehen ein.
Bayern München - FC Schalke 04 1:1 (1:1)Vier Tage nach der 0:2-Heimpleite in der Champions League gegen Bordeaux stellte Louis van Gaal die Bayern-Elf im Top-Match des Tages erneut um: Martin Demichelis kam als Innenverteidiger neu ins Team, Holger Badstuber rückte nach links. Und der Youngster war beteiligt am 1:0, das nach Badstubers Freistoß und unfreiwilliger Vorlage des Schalkers Kevin Kuranyi per Abstauber Daniel van Buyten (31.) gelang. Doch noch vor der Pause schaffte Joel Matip bei seinem Erstliga-Debüt den überraschenden Ausgleich (43.). Zwar stellte van Gaal nach der Hereinnahme von Arjen Robben (46.) das System erneut um, doch trotz allen Bemühens in der überlegen geführten zweiten Halbzeit wollte das Bayern-Siegtor gegen extrem defensiv eingestellte Gäste nicht mehr fallen.
Hoeneß: «Lahm wird das Interview noch bedauern»Abseits des Platzes sorgten Philipp Lahm mit seiner in einem Zeitungsinterview geäußerten Kritik am Bayern-Vorstand und Luca Toni, der das Stadion laut einer Meldung von «Sky» nach seiner Auswechslung zur Halbzeit schon weit vor Spielende mit seinem Privatwagen verließ, für Aufregung. Manager Uli Hoeneß und van Gaal kündigten Konsequenzen für beide Spieler an. «Sie können sicher sein, dass Lahm dieses Interview noch bedauern wird», sagte Hoeneß nach dem Spiel.
Bayern München: Butt - Lahm, van Buyten, Demichelis, Badstuber (64. Hamit Altintop) - van Bommel - Timoschtschuk, Schweinsteiger, Müller - Klose (75. Gomez), Toni (46. Robben)
FC Schalke 04: Neuer - Höwedes (46. Zambrano), Matip, Bordon, Westermann - Moritz - Rafinha (70. Mineiro), Schmitz - Sanchez (54. Pliatsikas) - Farfán, Kuranyi
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf) - Zuschauer: 69.000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 van Buyten (31.), 1:1 Matip (43.)
1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 1:2 (1:0) 1899 Hoffenheim verlor durch das 1:2 gegen den VfL Wolfsburg auch seinen Heim-Nimbus der Unbesiegbarkeit, während die wiedererstarkten «Wölfe» nun schon zum siebten Mal nacheinander in der Liga unbesiegt blieben. Vedad Ibisevic (23.) sorgte mit seinem fünften Saisontor zwar für die 1899-Führung, doch dessen bosnischer Nationalmannschaftskollege Zvjezdan Misimovic (52.) mit seinem bereits sechsten Einschuss in der laufenden Spielzeit und der aus seinem Heimaturlaub offenbar mit «freiem Kopf» zurückgekehrte Brasilianer Grafite (57.) drehten per Doppelschlag die Partie.
In der letzten halben Stunde drängten die Hausherren zwar auf den Ausgleich, die besseren Torchancen hatten jedoch die konternden Gäste. Die größte Möglichkeit zum dritten VfL-Treffer vergab Edin Dzeko, der den Ball zur Belustigung der Zuschauer am leeren Tor vorbei schob.
1899 Hoffenheim: Hildebrand - Beck, Simunic, Compper, Eichner (82. Vukcevic) - Vorsah (59. Ba), Luiz Gustavo - Carlos Eduardo, Salihovic - Ibisevic, Maicosuel (89. Nilsson)
VfL Wolfsburg: Benaglio - Riether, Ricardo Costa, Madlung, Schäfer - Josué - Hasebe (77. Pekarik), Gentner - Misimovic (90. Baier) - Grafite (87. Kahlenberg), Dzeko
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) - Zuschauer: 29.400
Tore: 1:0 Ibisevic (23.), 1:1 Misimovic (52.), 1:2 Grafite (57.)
FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg 1:0 (1:0) Der starke Aufsteiger FSV Mainz 05 steht auch nach dem 1:0 gegen den auswärts weiterhin sieglosen 1. FC Nürnberg ohne Heim-Niederlage da. Elkin Soto (38.) sorgte mit seinem Premieren-Treffer in der laufenden Spielzeit für den schon sechsten Sieg der zur Spitzengruppe vorgerückten Mainzer. Der «Club» hätte sich einen Punkt aufgrund einer engagierten Leistung durchaus verdient, doch mangelnde Chancenverwertung und ein Fehler des Schiedsrichtergespanns verhinderten das Remis. Als Peer Kluge den Ball zum vermeintlichen Ausgeleich ins Netz beförderte, ging die Fahne des Linienrichters zu Unrecht hoch. Nürnberg steht durch die unglückliche Niederlage weiter auf dem Relegationsplatz.
FSV Mainz 05: Müller - Heller, Bungert, Noveski, Löw - Karhan (65. Pekovic), Soto - Hoogland, Ivanschitz (86. Svensson), Schürrle (81. Grimaldi) - Bancé
1. FC Nürnberg: Schäfer - Diekmeier (59. Judt), Wolf, Maroh, Pinola - Nordtveit - Frantz (71. Vidosic), Kluge, Gygax (71. Choupo-Moting) - Eigler, Bunjaku
Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf) - Zuschauer: 20.000
Tor: 1:0 Soto (38.)
Bor. Mönchengladbach - VfB Stuttgart 0:0 Eine Woche nach dem Überrachungs-Coup beim HSV (3:2) musste sich Borussia Mönchengladbach in heimischer Arena mit einer Nullnummer gegen den VfB Stuttgart begnügen. Immerhin war es nach zuletzt vier Pleiten wieder der erste Punktgewinn gegen den VfB, der selber nun bereits neun Punktspiele nacheinander auf einer «Dreier» wartet. Torhüter Jens Lehmann hielt die Schwaben gegen die über weite Strecken überlegenen Gastgeber mit zahlreichen Paraden im Spiel.
Bor. Mönchengladbach: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Jaures - Bradley, Marx - Reus, Arango - Matmour (71. Neuville), Friend
VfB Stuttgart: Lehmann - Celozzi, Niedermeier, Delpierre, Boka - Rudy (88. Hilbert), Kuzmanovic, Hitzlsperger - Elson (46. Schieber), Hleb (81. Bastürk) - Pogrebnjak
Schiedsrichter: Perl (Pullach) - Zuschauer: 47.053
VfL Bochum - SC Freiburg 1:2 (0:1) Auch im ersten Heimspiel unter dem neuen Coach Heiko Herrlich gelang dem VfL Bochum der langersehnte Befreiungsschlag nicht. Im Gegenteil: Durch ein Last-Minute-Gegentor von Stefan Reisinger (90. +2) kassierte die Revier-Elf trotz zum Teil drückender Überlegenheit sogar noch eine bittere 1:2-Heimpleite gegen Aufsteiger SC Freiburg. Die Breisgauer, die zuletzt vor acht Jahren in Bochum gewonnen hatten, schafften durch Heiko Butscher (23.) die Führung, die Diego Klimowicz (65.) zwischenzeitlich für den VfL ausgeglichen hatte. Pech hatten die Bochumer, als ein Treffer von Klimowicz wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht anerkannt wurde.
VfL Bochum: Heerwagen - Concha, Pfertzel, Mavraj, Grote - Johansson, Imhof - Sestak, Azaouagh, Dedic (87. Hashemian) - Klimowicz
SC Freiburg: Pouplin - Makiadi, Krmas, Bastians, Butscher - Caligiuri (46. Cha), Schuster, Banovic, Jäger (60. Bechmann) - Reisinger, Idrissou
Schiedsrichter: Brych (München) - Zuschauer: 20.403
Tore: 0:1 Butscher (23.), 1:1 Klimowicz (65.), 1:2 Reisinger (90.+2)
(dpa/nz)