Verdacht auf Prozessbetrug und Fälschung: 

netzeitung.deEx-Berater zeigt Ribéry an

 Herausgeber: netzeitung.de

Franck Ribéry (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Franck Ribéry
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In der Bundesliga läuft es für ihn glänzend, doch in der Heimat droht ein Strafverfahren: Franck Ribéry muss sich gegen schwere Vorwürfe eines früheren Beraters wehren.

Franck Ribéry droht juristischer Ärger in seiner französischen Heimat. Unter dem Aktenzeichen 08/622759 ermittelt Marseilles Vize-Staatsanwalt gegen den Nationalspieler sowie dessen beiden Berater und Verantwortliche des Erstligisten Olympique Marseille, berichtet die «Bild»-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Die Vorwürfe gegen Ribéry lauten auf Prozessbetrug und Fälschung.

Die Anzeige hat Bruno Heiderscheid erstattet, der von April 2005 bis Mai 2007 als Ribérys Berater tätig war. Als Ribéry 2005 von Galatasaray Istanbul zu Olympique Marseille wechselte, erhielten seine neuen Berater Jean-Pierre Bernès und Alain Migliaccio die Vermittlungsprämie, wogegen Heiderscheid bereits zu einem früheren Zeitpunkt Klage einreicht hatte. Das Gericht entschied im April 2008 zugunsten des Fußball-Profis, was nach Ansicht Heiderscheids nur möglich war, weil Ribéry das Gericht mit falschen Dokumenten und einer Falschaussage getäuscht haben soll. Daraufhin hat der Luxemburger nun erneut Klage eingereicht. Heiderscheid behauptet, dass Ribéry die nicht gezahlte Vermittlungsprämie von Marseille als eine getarnte Erfolgsprämie von 600.000 Euro netto erhalten habe.

Der Luxemburger erwartet zudem noch Geld aus dem Transfer von Marseille zum FC Bayern. Heiderscheid gibt vor, ihm stünden aus dem Wechsel noch 10 Prozent der Ablöse zu. In einem handschriftlichen Vertrag soll Ribéry dies für den Fall eines Transfers zugesagt haben. Der FC Bayern habe die Provision aber angeblich an die neuen Berater gezahlt. (nz)