Nach frühem Rückstand: 

netzeitung.deKampfstarke Bremer drehen Spiel gegen Wolfsburg

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Bremens Markus Rosenberg (l.) mit Wolfsburgs Ricardo Costa (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bremens Markus Rosenberg (l.) mit Wolfsburgs Ricardo Costa
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Werder Bremen hat zum Abschluss einer verkorksten Bundesliga-Rückrunde für einen versöhnlichen Jahresabschluss gesorgt. Einmal mehr spielte sich der inoffizielle Vertreter des gesperrten Diego in den Vordergrund.

Werder Bremen hat sich am Samstag mit einem 2:1 (1:1)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg versöhnlich aus dem Fußball-Jahr verabschiedet. Per Mertesacker (27.) und Josué (63./Eigentor) erzielten vor 40.008 Zuschauern im Weser-Stadion die Tore für den deutschen Vizemeister, der bei Bundesliga-Halbzeit bereits ein gehöriges Stück hinter den internationalen Startplätzen für die nächste Saison zurückliegt. «Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und gute Passagen gehabt mit zum Teil sehenswerten Spielzügen. Bei den Kontern am Ende wäre auch ein 3:1 drin gewesen», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem glücklichen Sieg.

Christian Gentner (3.) traf für die Wolfsburger, die auch zum Hinrundenabschluss dem ersten Auswärtssieg der Saison vergeblich hinterherliefen. So bleiben die Uefa-Cup-Ränge für die Mannschaft von Trainer Felix Magath ebenfalls um einiges entfernt. «Wir hätten hier nicht verlieren müssen. Leider haben wir unsere Offensiv- Qualitäten aber erst nach dem Rückstand wiederentdeckt», haderte Magath.

Bei gefühlten Minustemperaturen und Nieselregen erwischten die nahezu in Bestbesetzung angetretenen «Wölfe» - lediglich Torjäger Grafité fehlte verletzungsbedingt - einen Start nach Maß. Gentner schloss bereits ihre erste gefährliche Aktion mit dem frühen Führungstor ab. Der Mittelfeldspieler stand nach der von Zvjezdan Misimovic getretenen ersten Ecke völlig frei und hatte keine Mühe, um zu seinem zweiten Saisontreffer einzuschießen.

Die Bremer Rumpfelf, in der neben den gesperrten Claudio Pizarro und Diego auch die verletzten Hugo Almeida und Frank Baumann fehlten, steckten den Rückstand jedoch beinahe ungerührt weg. Geführt vom agilen Diego-Ersatz Mesut Özil sprangen auch einige Möglichkeiten heraus. Wirklich gefährlich wurde es zunächst jedoch nur, als Markus Rosenberg von der VfL-Abwehr im letzten Moment abgedrängt werden konnte (15.).

So musste auch auf Bremer Seite ein Standard für das Ausgleichstor herhalten. Özil brachte einen Freistoß von rechts nach innen, und der lange Mertesacker verlängerte per Kopf unhaltbar für VfL-Torwart Benaglio ins Tor. Für Werders Abwehrchef war dies erst das erste Tor in der auch für ihn wechselvoll verlaufenden Saison.

Patzer von Wiese
Insofern ging das Pausenresultat in Ordnung, obwohl Werders Keeper Tim Wiese mit einem Patzer an der Strafraumgrenze beinahe noch einen weiteren Wolfsburger Treffer ermöglicht hätte. Die einzige VfL- Spitze, Edin Dzeko, wurde von Sebastian Prödl, der Abwehrchef Naldo vertrat, aber im letzten Moment vom Ball getrennt.

Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgten dann wieder die Hausherren, die ihre optischen Vorteile behaupteten. Aaron Hunt fand, glänzend in Szene gesetzt von Özil, seinen Meister in Benaglio (48.). Der hatte eine Viertelstunde später aber keine Chance, als sein Kapitän Josué eine Hereingabe von Özil unglücklich ins eigene Tor beförderte. Danach nahm die Partie noch einmal Fahrt auf, und auch die Gäste investierten mehr in die Offensive. Allerdings vergebens. Werder brachte den Sieg mit Glück über die Zeit. (Gert Glaner, dpa)