Nach frühem Rückstand:
Kampfstarke Bremer drehen Spiel gegen Wolfsburg
13.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei gefühlten Minustemperaturen und Nieselregen erwischten die nahezu in Bestbesetzung angetretenen «Wölfe» - lediglich Torjäger Grafité fehlte verletzungsbedingt - einen Start nach Maß. Gentner schloss bereits ihre erste gefährliche Aktion mit dem frühen Führungstor ab. Der Mittelfeldspieler stand nach der von Zvjezdan Misimovic getretenen ersten Ecke völlig frei und hatte keine Mühe, um zu seinem zweiten Saisontreffer einzuschießen.
Die Bremer Rumpfelf, in der neben den gesperrten Claudio Pizarro und Diego auch die verletzten Hugo Almeida und Frank Baumann fehlten, steckten den Rückstand jedoch beinahe ungerührt weg. Geführt vom agilen Diego-Ersatz Mesut Özil sprangen auch einige Möglichkeiten heraus. Wirklich gefährlich wurde es zunächst jedoch nur, als Markus Rosenberg von der VfL-Abwehr im letzten Moment abgedrängt werden konnte (15.).
So musste auch auf Bremer Seite ein Standard für das Ausgleichstor herhalten. Özil brachte einen Freistoß von rechts nach innen, und der lange Mertesacker verlängerte per Kopf unhaltbar für VfL-Torwart Benaglio ins Tor. Für Werders Abwehrchef war dies erst das erste Tor in der auch für ihn wechselvoll verlaufenden Saison.
Für den ersten Aufreger nach dem Wechsel sorgten dann wieder die Hausherren, die ihre optischen Vorteile behaupteten. Aaron Hunt fand, glänzend in Szene gesetzt von Özil, seinen Meister in Benaglio (48.). Der hatte eine Viertelstunde später aber keine Chance, als sein Kapitän Josué eine Hereingabe von Özil unglücklich ins eigene Tor beförderte. Danach nahm die Partie noch einmal Fahrt auf, und auch die Gäste investierten mehr in die Offensive. Allerdings vergebens. Werder brachte den Sieg mit Glück über die Zeit. (Gert Glaner, dpa)

