29.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Mike Hanke (l.) überwindet Markus Miller zum 1:0
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Spiel erinnerte stark an die Heimpartie des KSC gegen Leverkusen. Wieder lagen die Badener 0:3 zurück, doch diesmal gelang das Comeback nicht ganz. Hannover schafft so den Anschluss ans Mittelfeld.
Dank seiner Doppelspitze hat Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga in sichereres Fahrwasser zurückgefunden. Mike Hanke (12./18.) und Mikael Forssell (44.) erzielten am Samstag vor 32.417 Zuschauern in der AWD Arena die Tore beim 3:2 (3:0)-Sieg über den Karlsruher SC, mit dem die «Roten» den Abstand zur Abstiegszone vergrößerten und die Position von Trainer Dieter Hecking stärkten. «Zum Glück haben wir die Punkte hierbehalten. Wir wollten nach dem 3:0 weiter nach vorn spielen, aber dann kam das große Zittern», gestand 96-Abwehrspieler Christian Schulz nach dem glücklichen Erfolg.
Karlsruhe hat den Tiefpunkt erreichtFür die Badener, für die Antonio da Silva (48./Foulelfmeter) und Lars Stindl (87.) trafen, wird die Lage nach der neunten sieglosen Partie in Folge immer prekärer. «Wir müssen hinten endlich mal die Null halten. Sonst kommen wir nie da unten 'raus. Vom Ergebnis her war das der Tiefpunkt - auch im Hinblick auf Cottbus», meinte Karlsruhes Kapitän Christian Eichner nach dem Abrutschen auf den letzten Tabellenrang.
Bei widrigen äußeren Bedingungen mit Nieselregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt erwischten die Hausherren, die Hecking erstmals in dieser Saison mit zwei Spitzen stürmen ließ, einen Auftakt nach Maß. Bereits der erste gefährliche Angriff brachte die Führung. Mittelfeld-Regisseur Arnold Bruggink schickte Hanke steil, der lief der KSC-Abwehr davon und ließ auch Markus Miller im Gästetor keine Abwehrmöglichkeit.
Doppelpack von HankeNur sechs Minuten später waren beide auch Hauptdarsteller beim zweiten 96-Treffer. Bruggink bediente erneut Hanke, und der nicht unumstrittene ehemalige Nationalstürmer schoss platziert zu seinem erst dritten Saisontreffer ein. Auch in dieser Situation wirkte die Innenverteidigung der Badener alles andere als sattelfest.
Das änderte sich auch in der Folge nicht. Hanno Balitsch mit einem Kopfball (32.) und Szabolcs Huszti mit einem Pfostenschuss (33.) hätten schon nach einer guten halben Stunde die Vorentscheidung besorgen können, hatten aber kein Glück. So blieb es Hankes Sturmpartner Forssell - im bisherigen Saisonverlauf auch nicht überzeugend - vorbehalten, das 3:0 zu markieren. Der Finne hatte dabei - glänzend in Szene gesetzt erneut von Bruggink - keine Mühe, um den Ball von der Mittelstürmer-Position ins Tor zu befördern.
Hektische SchlussphaseGelegenheiten solchen Kalibers hatte der KSC bis zur Halbzeit nur eine zu bieten, aber Edmond Kapllani fand mit einem Kopfball seinen Meister in 96-Keeper Florian Fromlowitz. Ansonsten war von durchdachten und zielgerichteten Offensiv-Bemühungen des Abstiegskandidaten nicht viel zu sehen.
Das änderte sich nach der Pause und wurde schnell mit da Silvas Elfmetertor belohnt, nachdem 96-Verteidiger Frank Fahrenhorst den Karlsruher Michael Mutzel zu Fall gebracht hatte. So treffsicher wie ihr Regisseur waren seine KSC-Kollegen in der Folge allerdings nicht, obwohl sie sich gegen die wacklige 96-Defensive einige klare Chancen herausarbeiteten. Stindls Anschlusstreffer kam zu spät, um noch mehr daraus zu machen. (dpa)