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14. Spieltag der Bundesliga: 

Kampf ist Trumpf beim KSC

21. Nov 2008 15:56, ergänzt 22:30
Tiefflieger: Godfried Aduobe vom KSC
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Gegen Borussia Dortmund wollen die Karlsruher am Freitag mit allen Mitteln ihre Negativ-Serie beenden und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Die Gäste aber haben am vergangenen Spieltag Selbstvertrauen getankt.

Der Karlsruher SC will sich gegen Borussia Dortmund aus der Krise schießen und einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen. «Wir haben ein Heimspiel: Da müssen drei Punkte her», forderte KSC-Manager Rolf Dohmen am Donnerstag ohne Umschweife.

Ungewohnt deutlich verlangte auch Trainer Edmund Becker angesichts von nur einem Punkt aus den vergangenen sieben Spielen vor der Partie gegen den Tabellen-Sechsten aus dem Ruhrgebiet an diesem Freitag (20.30 Uhr) klassische Tugenden von seiner Mannschaft: «Alleine mit Fußball spielen kommen wir in dieser Situation nicht mehr zum Erfolg», betonte der 52-Jährige.

Franz fehlt voraussichtlich

«Zu 99 Prozent» muss Becker erneut auf Innenverteidiger Maik Franz verzichten, den nach wie vor eine schmerzhafte Einblutung an der Ferse außer Gefecht setzt. Dabei könnte der Kapitän, der einmal mehr von Martin Stoll vertreten wird, in der prekären Situation doppelt wertvoll sein: Zum einen als Führungsfigur in einem verunsicherten Team.

Und natürlich als Stabilisator der Defensive, die mit 24 Gegentreffern gemeinsam mit den Abwehrreihen von Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach zu den drei löchrigsten der Liga zählt.

Chance für Kapllani

Doch Becker beklagt nicht nur in der Verteidigung eklatante Mängel. «Unsere Defizite liegen vor dem eigenen Tor sowie bei der Durchschlagskraft und Giftigkeit im Spiel nach vorne», bekannte der Coach. Um gegen den BVB torgefährlicher als noch beim enttäuschenden 0:1 in Cottbus zu werden, sollen Edmond Kapllani (Becker: «Er ist heiß») für Joshua Kennedy im Sturm sowie Alexander Iaschwili für Bradley Carnell im linken Mittelfeld ihre Chance in der Startelf erhalten.

In der Dortmunder Mannschaft hat Becker vor allem vor seinem schmerzlich vermissten Ex-Regisseur Tamas Hajnal Respekt, der im Sommer gewechselt war. «Er ist beim BVB zu einem tragenden Spieler geworden», sagte Becker. «Auf ihn müssen wir besonders aufpassen.»

Frei beklagt sich

Bei den Gästen könnte die Stimmung nach dem 4:0 gegen Eintracht Frankfurt eigentlich gut sein, doch während der KSC unter der Woche mit einem Mannschaftskegeln Harmonie demonstrierte, gab es in Dortmund Dissonanzen. Alexander Frei machte am Rande des Länderspiels mit der Schweiz gegen Finnland seinem Frust Luft.

Angesichts von sechs Ein- und zwei Auswechslungen bei bisher acht Liga-Einsätzen (4 Tore/2 Torvorlagen) will der Stürmer das Gespräch mit Trainer Jürgen Klopp suchen. Dem Boulevard-Blatt «Blick» sagte er: «Ich bin nicht mit allem einverstanden in Dortmund. Ich möchte spielen. Mein Anspruch ist, in der ersten Elf zu sein. Irgendwann wird nun der Zeitpunkt kommen, wo ich die Sicht der Dinge klarlegen will», so der Schweizer.

Klopps Fragezeichen

Dabei war Klopp, der sich einen Kommentar mit dem Hinweis verkniff, er wolle zuerst mit dem Spieler reden, schon ohne Freis störenden Vorstoß unzufrieden.

Zahlreiche Länderspielreisen und Verletzungen ließen laut Klopp nur eine «suboptimale» Vorbereitung zu. Verzichten muss er definitiv auf Klimowicz, Valdez, Dede und den gesperrten Kovac, hinter der Einsatzfähigkeit von Hummels und Kehl stehen Fragezeichen. «Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wer anfängt», sagte Klopp.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Karlsruher SC: Miller - Celozzi, Sebastian, Stoll, Eichner - Mutzel, Aduobe - Freis, da Silva, Iaschwili – Kapllani
Borussia Dortmund: Weidenfeller - Owomoyela, Santana, Subotic, Lee - Kehl - Tinga, Kringe - Hajnal - Blaszczykowski, Zidan (Frei)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen) (dpa)

 
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