21.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Wie einst im Mai: Wiese (l.) und Olic
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In der Vorsaison hatte der Bremer Keeper den Angreifer des HSV fast ins Krankenhaus befördert, nun haben sich die Kontrahenten zum Wohle aller Beteiligten offenbar ausgesprochen. Sportlich geht es am Sonntag um den Anschluss an die Tabellenspitze.
Mit einem ungewöhnlichen Friedensgipfel wollen Ivica Olic und Tim Wiese vor dem 89. Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen die Gemüter beruhigen. Der Kung-Fu-Tritt des Torhüters gegen den HSV-Stürmer beim 0:1 am 7. Mai in Hamburg hatte für große Empörung gesorgt, Franz Beckenbauer sprach damals sogar von einem Mordversuch.
«Ich kann nur an unsere Fans appellieren, dass sie das Foul vergessen», sagte Olic vor dem brisanten Duell am Sonntag (17.00 Uhr). «Mit unserem Treffen ist die Sache abgehakt», betonte der Kroate nach dem persönlichen Gespräch mit Wiese auf halber Strecke zwischen beiden Städten in Sittensen.
Werder kann vorbeiziehen«Ich kann es nur noch einmal betonen: Tim wollte Ivica Olic nicht verletzen, er wollte sein Tor verteidigen. Und außerdem hat er sich entschuldigt. So langsam könnte man da mal einen Haken hinter machen», appellierte auch Werders Geschäftsführer Klaus Allofs, keine unnötigen Emotionen gegen den Nationalkeeper aufzubauen.
Sportlich bestimmt der Kampf um den Anschluss an die Bundesliga-Spitze das Derby der Hanseaten, die mit Personalsorgen zu kämpfen haben. «Wir können den HSV überholen, das ist ein zusätzlicher Anreiz», sagt Bremens Kapitän Frank Baumann, der sich durch die letzten Erfolge an der Elbe bestätigt sieht. Ein Sieg der Hamburger in ihrer eigenen Arena ist fünf Jahre her: Am 2. Februar 2003 erzielte Sergej Barbarez den Siegtreffer. Mit bisher 20 Punkten würde Werder bei einem Sieg am HSV (23) wegen des deutlich besseren Torverhältnisses vorbeiziehen. (dpa)