Hertha-Trainer Lucien Favre reagierte in der Pause auf den uninspirierten Auftritt seiner Elf und brachte Domowtschijski für den enttäuschenden Raffael. Keine 30 Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Cicero per Flugkopfball nach Hereingabe von Chahed zum 1:1 traf. Drei Minuten später stimmten die Berliner Fans «Jetzt geht's los»-Gesänge an. HSV-Verteidiger Marcell Jansen ließ sich von Nicu überrumpeln und Domowtschijski verwertete dessen Zuspiel.Erst jetzt knüpften die Berliner an ihre zuletzt starken Leistungen an. Die Verteidigung um den Kroaten Josip Simunic, der als einziger Akteur auf dem Rasen Handschuhe trug, stand nun deutlich sicherer. Piotr Trochowski (70.) und Petric (74.) versuchten es aus der Distanz, scheiterten aber am sicheren Drobny im Berliner Tor. Auf der Gegenseite hatte der fleißige Woronin die Chance, schon früh alles klar zu machen, doch Rost war auf dem Posten (79.). Kurz vor dem Abpfiff hatten die Hamburger dann viel Pech: ein Distanzschuss von Jonathan Pitroipa landete an der Latte des Berliner Tores und besiegelte die neuerliche Auswärtsniederlage des HSV. (nz/dpa)