15.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Jubelturm der Gladbacher nach dem Ausgleich
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bayern München sah nach Treffern der beiden Superstars wie der sichere Sieger aus. Doch innerhalb von 137 Sekunden versetzte Mönchengladbach die Fans im Borussia-Park in Ekstase.
Bei der Jagd auf die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga ist der FC Bayern München ins Stolpern geraten. Der zuvor fünfmal in Serie siegreiche Rekordmeister kam am Samstag beim Aufsteiger Borussia Mönchengladbach nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus. Damit bleibt den Bayern weiterhin die Verfolgerrolle, Mönchengladbach hingegen feierte einen wichtigen Zähler im Kampf gegen den Abstieg. Vor 54.067 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park erzielten Torjäger Luca Toni (21. Minute) und Franck Ribery (65.) per Foulelfmeter die 2:0-Führung der Bayern. In der Schlussphase retten Rob Friend und Michael Bradley (79./81.) den Borussen das Remis.
Bayern wieder effektivOhne Lukas Podolski, der nach Rückenbeschwerden noch nicht wieder in den Kader zurückkehrte, aber mit den genesenen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, traten die Gäste in ihrer besten Besetzung an und flößten den Gladbachern zunächst auch mächtig Respekt ein. Doch die von Trainer Hans Meyer auf drei Positionen veränderte Borussen- Elf beschäftige den Favoriten 20 Minuten lang gut und stand auch in der Defensive ordentlich. In Steve Gohouri und Patrick Paauwe kehrten zwei wichtige Abwehrstrategen ins Team zurück. Zudem erhielt Alexander Baumjohann eine Chance von Beginn an.
Doch schon nach dem ersten sehenswerten Angriff der Bayern, bei dem Ribery viel Engagement zeigte, brachte die Ernüchterung für die Hausherren. Einen Pass von Lahm, der sich auf der linken Seite durchsetzen konnte, verwandelte Toni direkt aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Münchener. Zwölf Minuten später hatte Miroslav Klose die Chance zum 2:0, doch der Mittelstürmer verpasste nach Zuspiel von Toni knapp. Kurz darauf scheiterte Toni mit einem Linksschuss, der nur das Außennetz des Gladbacher Tores streifte.
Borussia nach dem Wechsel starkDie Gastgeber waren bemüht, vor allem Marko Marin und auch Baumjohann sorgten hin und wieder in der Offensive für Ideen. Doch gegen die robuste Bayern-Abwehr gab es für die kleinen Gladbacher Kreativspieler kein Durchkommen. Ein 20-Meter-Schuss von Jung- Nationalspieler Marin blieb die einzige Torchance im ersten Abschnitt.
Nach dem Wechsel stellten die Gladbacher um. Johannes van den Berg sollte auf der linken Seite für neuen Schwung sorgen, Gohouri die Innenverteidigung stärken. Allerdings endeten die meisten Angriffsbemühungen der Gastgeber an der Strafraumgrenze, zu sicher stand der Münchener Defensivverbund. Ribery verwandelte einen an ihm von Gohouri verschuldeten Foulelfmeter zum 2:0, ehe Friend und Bradley den Ausgleich schafften. (dpa)