Ribery erlöst Bayern: 

netzeitung.deGlücklicher Sieg für Klinsmann

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Zauberfußballer: Franck Ribery (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zauberfußballer: Franck Ribery
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bayern München setzt sich auswärts gegen überlegene Schalker durch. Die Knappen konnten ihre Dominanz trotz hochkarätiger Chancen nicht in Tore umwandeln.

Der FC Bayern München hat die Kraftprobe beim FC Schalke 04 bestanden und einen großen Schritt auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft gemacht. Am zwölften Spieltag der Fußball- Bundesliga gewann der seit sechs Partien ungeschlagene deutsche Rekordmeister das Spitzenspiel am Sonntag mit 2:1 (2:1) und kehrte mit nur noch einem Punkt Rückstand auf das Spitzenduo aus Leverkusen und Hoffenheim auf den dritten Tabellenplatz zurück.

Luca Toni (3. Minute) und Franck Ribéry machten vor 61.673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena den fünften Bayern-Sieg nacheinander perfekt. Jefferson Farfán (5.) traf für die Schalker. Der spielerisch überzeugenden Mannschaft von Trainer Fred Rutten fehlte die Durchschlagskraft, um für ihren enormen Aufwand belohnt zu werden.

Während die Bayern dem Halbzeitziel ein großes Stück nähergekommen ist, fielen die seit März 2005 gegen die Münchner sieglosen Schalker nach der ersten Saison-Heimniederlage im Titelrennen zunächst zurück. Spielerisch blieben bei der Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann alle Wünsche offen, allein die eiskalte Chancenverwertung und starke Defensivarbeit zeichneten das spielerisch enttäuschende Starensemble aus.

Glanzloser Sieg der taktischen Disziplin
«Zwei perfekte Tore, aber sonst relativ wenig», stellte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer schon in der Halbzeitpause im Premiere-Studio seiner Mannschaft kein gutes Zeugnis aus. Sie änderte auch nach dem Seitenwechsel ihre Zurückhaltung nicht und rettete den glanzlosen Sieg mit taktischer Disziplin über die Runden. Den Schalkern fehlte bei allem Bemühen und trotz 18:1-Ecken die Durchschlagskraft, um das Null-Risiko-Spiel der Bayern entscheidend zu bestrafen.

«Das ist ein Schlüsselspiel», hatte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann vor dem Anpfiff auf die Bedeutung des Duells hingewiesen und den Zuschauern «ein tolles Spiel» versprochen. Bastian Schweinsteiger (Schienbeinprellung) und Lukas Podolski (Rückenprobleme) konnten den Bundesliga-Klassiker nur vor dem Fernseher in München verfolgen. Für sie spielen Toni Kroos und Weltmeister Toni nach auskurierter Rippenverletzung.

Die Auferstehung des Luca Toni
Der Italiener, zuvor in acht Pflichtspielen ohne Treffer, meldete sich nach nur drei Spielminuten mit seinem vierten Saisontor erfolgreich zurück und schoss nach Zuspiel von Kapitän Mark van Bommel die Bayern in Führung. Schalkes Antwort in der turbulenten Anfangsphase folgte keine zwei Minuten später: Nach einem Fehler von Zé Roberto und Zuspiel von Rafinha gelang Farfán der Ausgleich.

Der vierte Saisontreffer ermutigte die «Königsblauen» zu einem Sturmlauf gegen eine passive, fast ängstliche Klinsmann-Elf, die den spielfreudigen Gastgeber nach Belieben schalten und walten ließ. Mehr als ein strammer Weitschuss von Fabian Ernst (21.), den der bei vielen anderen Schalker Chancen unsicheren Bayernkeeper Michael Rensing glänzend parierte, kam dabei aber nicht heraus.

Ribery sticht im richtigen Moment zu
Den bis dahin abwesenden Bayern genügten ein Blitz-Konter über Ribéry und Zé Roberto und der zweite Torschuss zur erneuten Führung. Nach Vorarbeit des Brasilianers trat der bis dahin unauffällige Franzose als Vollstrecker in Erscheinung. (nz/dpa)