Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Mönchengladbach ohne Trainer: 

Luhukay als Opfer des Fortschritts

06. Okt 2008 15:33
Nicht mehr Trainer der Borussen: Luhukay
Bild vergrößern
Dass Jos Luhukay nicht mehr Trainer der Borussen ist, sei der übliche Reflex, bei nur drei von 21 möglichen Punkten, meint Markus Lotter. Er sieht das Problem des Vereins jedoch eigentlich woanders.

Selbstverständlich wurde in Mönchengladbach am Sonntag noch einmal darüber beraten, was am Sonnabend gegen 17 Uhr 20 eigentlich schon beschlossene Sache war. Der Entschluss der Klubverantwortlichen: Jos Luhukay ist nicht mehr Trainer der Borussen. Das ist der übliche Reflex, bei nur drei von 21 möglichen Punkten. Und vielleicht ist der zaudrige Luhukay in der Tat nur ein guter Zweitliga-, aber eben kein ausreichend guter Erstligatrainer. Es gibt diese eigenartigen Fälle, in Italien oder Spanien hat man dies längst erkannt und differenziert nach diesen Kategorien.

Allerdings ist das wesentliche Problem der Borussen nicht Trainingsmethodik oder Taktik, sondern in erster Linie die rasche Fortentwicklung der Bundesliga gegenüber der zweiten Spielklasse. Eine Ehrenrunde nach Abstieg ist eben nicht mehr nur ein Ausrutscher, eine Spielzeit mit Auswärtsfahrten nach Oberhausen, Aue oder Ahlen ist ein Schlag mit der Keule, von dem man sich kaum erholen kann. Kaum mehr möglich, diesen einjährigen Leerlauf zu kompensieren, nach dem Aufstieg wenigstens den Anschluss an das Mittelfeld der Bundesliga zu gewinnen.

Die Top Ten der deutschen Vereine vergrößern nun mal Jahr für Jahr die Schrittlänge, sie verbessern sich dank der Einnahmen aus der Champions League oder dem Uefa-Cup teilweise sprungartig. Bei Traditionsklubs kommt belastend die hohe Erwartungshaltung der Anhängerschar hinzu. Und so wird sich womöglich der Kreis der sogenannten Fahrstuhlmannschaften um namhafte Klubs wie den 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern oder eben Borussia Mönchengladbach erweitern.

Alles ist anders bei 1899 Hoffenheim. Den einzigen Druck, den dieser Verein verspürt, ist der seines Mäzens Dietmar Hopp. Und der ist so fußballverrückt und so vermögend, dass es der TSG sogar möglich sein wird, sich im oberen Drittel der Bundesliga zu etablieren.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der «Berliner Zeitung». Markus Lotter leitet das Sportressort.

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Sportschauen
Zu weiteren Sportschauen
Bundesliga: Tabellen, Ergebnisse, Statistik

» Bundesliga Tabelle

» Bundesliga Ergebnisse

» Bundesliga Vereine

» Bundesliga Zugänge & Abgänge

» 2. Bundesliga Tabelle

» 2. Bundesliga Ergebnisse

» 2. Bundesliga Zugänge & Abgänge

» 3. Liga Tabelle

» 3. Liga Ergebnisse

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Drei Millionen Euro für das Halbfinale: 
Russischer Verband zahlt Rekordprämie an Hiddink
Eine Woche nach der EM: 
Ballack wehrt sich gegen sein Image
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.