06. Okt 2008 15:33
Dass Jos Luhukay nicht mehr Trainer der Borussen ist, sei der übliche Reflex, bei nur drei von 21 möglichen Punkten, meint
. Er sieht das Problem des Vereins jedoch eigentlich woanders.
Allerdings ist das wesentliche Problem der Borussen nicht Trainingsmethodik oder Taktik, sondern in erster Linie die rasche Fortentwicklung der Bundesliga gegenüber der zweiten Spielklasse. Eine Ehrenrunde nach Abstieg ist eben nicht mehr nur ein Ausrutscher, eine Spielzeit mit Auswärtsfahrten nach Oberhausen, Aue oder Ahlen ist ein Schlag mit der Keule, von dem man sich kaum erholen kann. Kaum mehr möglich, diesen einjährigen Leerlauf zu kompensieren, nach dem Aufstieg wenigstens den Anschluss an das Mittelfeld der Bundesliga zu gewinnen.Die Top Ten der deutschen Vereine vergrößern nun mal Jahr für Jahr die Schrittlänge, sie verbessern sich dank der Einnahmen aus der Champions League oder dem Uefa-Cup teilweise sprungartig. Bei Traditionsklubs kommt belastend die hohe Erwartungshaltung der Anhängerschar hinzu. Und so wird sich womöglich der Kreis der sogenannten Fahrstuhlmannschaften um namhafte Klubs wie den 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern oder eben Borussia Mönchengladbach erweitern.
Alles ist anders bei 1899 Hoffenheim. Den einzigen Druck, den dieser Verein verspürt, ist der seines Mäzens Dietmar Hopp. Und der ist so fußballverrückt und so vermögend, dass es der TSG sogar möglich sein wird, sich im oberen Drittel der Bundesliga zu etablieren.Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der «Berliner Zeitung». Markus Lotter leitet das Sportressort.