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Rosenkrieg beim «Club»: 

Hans Meyer vs. 1. FC Nürnberg

12. Sep 2008 15:55
«Trauriges Ende»: Hans Meyer nach dem Termin in Nürnberg
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Der Gütetermin ist gescheitert, in der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem «Club» und seinem Ex-Trainer geht es nun ans Eingemachte. Meyer klagt auf Lohnfortzahlung, was den Verein teuer zu stehen kommen könnte.

Sieben Monate nach der Trennung von Hans Meyer steht dem aus der Bundesliga abgestiegenen 1. FC Nürnberg endgültig ein juristischer Rosenkrieg mit seinem einstigen Trainer ins Haus. «Das ist traurig, dass es so ein Ende nimmt», sagte der auf Lohnfortzahlung drängende 65-Jährige am Freitag nach einem gescheiterten Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Nürnberg. «Ich gehe jetzt von einem Prozess aus», sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings stellte das Gericht nach dem misslungenen Einigungsversuch zunächst noch keinen Termin für die Streitverhandlung in Aussicht, um den beiden Parteien so doch noch eine Übereinkunft in letzter Minute zu ermöglichen.

Im vergangenen Februar war Meyer, der den fränkischen Traditionsklub 2007 zum DFB-Pokalsieg geführt hatte, bei den Franken angesichts des drohenden Bundesliga-Abstiegs von seinem Amt entbunden worden. Zunächst bot die einstige Vorzeige-Ehe des deutschen Fußballs weiter Harmonie pur: «Es ist klar, dass Hans Meyer, in welcher Funktion auch immer, dem Verein helfen wird. Sei es als Berater oder als Spiel-Sichter», erklärte «Club»-Manager Martin Bader. Doch mit dem am Ende auch von Meyers Nachfolger Thomas von Heesen nicht verhinderten Abstieg stellten die Nürnberger Ende Juni die Gehaltszahlung an ihren geschassten Trainer kurzerhand ein.

«Nie mehr 2. Liga»

Der «Club» pocht darauf, dass Meyer immer betont habe, niemals wieder in der 2. Liga arbeiten zu wollen. Dagegen macht der einstige «König von Franken» geltend, von keiner Seite sei bislang eine Kündigung seines ursprünglich bis Mitte 2009 laufenden Vertrags erfolgt. Allein für die Monate Juli und August fordert der 65-Jährige nun die Zahlung von 280.000 Euro - nebst Zinsen. Sollte Meyer bei dem sich nun abzeichnenden Streitfall vor Gericht am Ende Recht bekommen, stünden ihm möglicherweise bis Mitte 2009 insgesamt rund 1,7 Millionen Euro zu.

Lange schien die Liebe zwischen Meyer und dem «Club» ungetrübt. Nach seiner Verpflichtung im November 2005 rettete der Thüringer den neunmaligen deutschen Meister nicht nur vor dem erneuten Bundesliga- Abstieg, sondern bescherte einer ganzen Fußball-Region mit dem Pokalsieg 2007 den ersten Titel seit fast 40 Jahren. Zudem durften die Franken in der vergangenen Spielzeit auf Uefa-Pokal-Reise gehen. «Hans Meyer ist für uns der perfekte Trainer», hatte Präsident Michael A. Roth gesagt. «Er ist der Hans im Glück für uns.» Doch nun zählt nur noch das Geld, die Vorzeige-Ehe ist endgültig beendet. (dpa)

 
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