Der «Club» pocht darauf, dass Meyer immer betont habe, niemals wieder in der 2. Liga arbeiten zu wollen. Dagegen macht der einstige «König von Franken» geltend, von keiner Seite sei bislang eine Kündigung seines ursprünglich bis Mitte 2009 laufenden Vertrags erfolgt. Allein für die Monate Juli und August fordert der 65-Jährige nun die Zahlung von 280.000 Euro - nebst Zinsen. Sollte Meyer bei dem sich nun abzeichnenden Streitfall vor Gericht am Ende Recht bekommen, stünden ihm möglicherweise bis Mitte 2009 insgesamt rund 1,7 Millionen Euro zu.Lange schien die Liebe zwischen Meyer und dem «Club» ungetrübt. Nach seiner Verpflichtung im November 2005 rettete der Thüringer den neunmaligen deutschen Meister nicht nur vor dem erneuten Bundesliga- Abstieg, sondern bescherte einer ganzen Fußball-Region mit dem Pokalsieg 2007 den ersten Titel seit fast 40 Jahren. Zudem durften die Franken in der vergangenen Spielzeit auf Uefa-Pokal-Reise gehen. «Hans Meyer ist für uns der perfekte Trainer», hatte Präsident Michael A. Roth gesagt. «Er ist der Hans im Glück für uns.» Doch nun zählt nur noch das Geld, die Vorzeige-Ehe ist endgültig beendet. (dpa)