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Unruhe in München: 

Poldi poltert

04. Sep 2008 11:58
Sauer: Lukas Podolski
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Lukas Podolski hat seinem Unmut über das Reservistendasein bei Bayern München Luft gemacht. «Nochmal würde ich nicht unterschreiben», schießt der Nationalspieler in Richtung Uli Hoeneß.

Lukas Podolski hat die Vorwürfe von Bayern-Manager Uli Hoeneß zurückgewiesen, sein Reservisten-Dasein in München aber erneut beklagt. «Klar bin ich sauer; doch das hat nichts mit Jammern zu tun, sondern ich bin unzufrieden mit meiner Situation, und das zeige ich auch», sagte der Nationalstürmer in einem Interview mit dem «kicker» (Donnerstag). Gegenüber der «Bild»-Zeitung zeigte sich der 23-Jährige ebenso kritisch und äußerte sogar erstmals ein Bereuen seines Engagements beim FC Bayern. «Wenn ich wüsste, dass es dann wieder so läuft wie jetzt gerade, dann nicht. Nein, nochmal würde ich dann nicht unterschreiben», sagte er.

«Ein Wechsel nach Köln wäre eine Option gewesen»

Podolski, der in der Nationalmannschaft einen Stammplatz hat, ist bei seinem Verein auch unter dem neuen Trainer Jürgen Klinsmann hinter Luca Toni und Miroslav Klose wieder nur die Nummer drei im Angriff. In dieser Saison stand er nur zum Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV (2:2) in der Startformation, als Toni verletzt war. Da erzielte er prompt ein Tor. Manager Hoeneß hatte ihn aufgefordert, aufzuhören seine Situation zu beklagen und «in der Ecke zu jammern».

Podolski deutete an, dass er in der Sommerpause zu einem Wechsel bereit gewesen wäre, wenn die Münchner signalisiert hätten, ihn abgeben zu wollen. «Dann hätte es schon ein paar Vereine gegeben, mit denen ich mich unterhalten hätte», sagte er und nannte explizit seinen Heimatklub und Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln. «Man kennt ja meine Beziehung zum 1. FC Köln. Wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, wäre ein Wechsel nach Köln sicher eine Option gewesen», sagte er in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».

«Ich will mehr spielen»

Der Offensivmann war 2006 für rund zehn Millionen Euro vom Rhein nach München gewechselt, hat sich jedoch bislang nie auf Dauer einen Platz in der Stammformation sichern können. Sollte er weiterhin nur zweite Wahl sein, müsse er sich über einen Wechsel in der Winterpause Gedanken machen, vorher ist ein Transfer nach Ablauf der Wechselfrist am 1. September nicht mehr möglich. «Ich wäre ja ein schlechter Fußballer, wenn ich mit der Ersatzbank zufrieden wäre», sagte er. Ich habe 15 Minuten gegen Dortmund und 20 gegen Berlin gespielt. Aber das ist nicht mein Anspruch, ich will mehr spielen.« (nz/dpa)

 
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