30. Aug 2008 17:47
Nach zwei Bundesliga-Spieltagen hat Aufsteiger Hoffenheim die Tabellenführung wieder abgegeben. Trainer Rangnick war nach der Partie in Leverkusen nicht nur über die ersten Gegentore der Saison erbost.
In einem Spiel mit hohem Unterhaltungswert und packenden Szenen in beiden Strafräumen ging Bayer nach Flanke von Barnetta durch einen Haggui-Kopfball schon früh in Führung. Für den Tunesier war es der erste Bundesligatreffer seit dem 16. März. Kurz darauf hatte Nationalstürmer Patrick Helmes (11./16.) gleich zweimal die Chance zum 2:0, das dann aber Friedrich ebenfalls per Kopf und nach Vorlage von Barnetta erzielte. Hoffenheim wirkte kurze Zeit leicht desorientiert. Trotzdem gelang den Badenern durch den vierten Saisontreffer von Ibisevic, ebenfalls per Kopf, der Gegentreffer. Doch die Gastgeber, die die vergangenen drei Heimspiele verloren hatten, ließen sich nicht beirren und hatten durch Renato Augusto (23.) und Kießling (27.) weitere hochkarätige Möglichkeiten. Neun Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang dann Kießling der dritte Treffer für Leverkusen.Nach dem Wechsel übernahm die in der Abwehr anfällige Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick die Initiative und überzeugte mit gelungenen Angriffskombinationen. Der eingewechselte Selim Teber prüfte Bayer-Keeper Benedikt Fernandez (51.), eine Minute darauf scheiterte auf der anderen Seite Barnetta aussichtsreich an Ramazan Özcan. Als Constant Djakpa in der 57. Minute Ibisevic im Bayer- Strafraum zu Fall brachte, gab es Strafstoß, den Salihovic sicher zum zweiten Treffer der Gäste verwandelte. In dieser Phase wackelte Leverkusen bedenklich, doch Hoffenheim konnte aus seiner nun deutlichen Überlegenheit keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: Dem überragenden Barnetta gelang sieben Minuten vor dem Ende die Entscheidung. Kießling erhöhte sogar noch auf 5:2.
Bayer musste ohne Gonzalo Castro (Muskelfaserriss) antreten, den Haggui allerdings hervorragend vertrat. Bei Hoffenheim fehlten Verteidiger Andreas Ibertsberger (Wadenverletzung) und der nigerianische Olympia-Zweite Chinedu Obasi (Faserriss). (dpa)